SFB/TR7 bis 2014 gesichert

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat dem Sonderforschungsbereich/Transregio 7 (SFB/TR7) der Gravitationswellenastronomie weitere rund 8 Millionen Euro bewilligt. Damit kann der Forschungsverbund seine 2003 begonnene erfolgreiche Arbeit bis 2014 fortsetzen.

Ein Beitrag von Hans J. Kemm. Quelle: Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena,.

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Computersimulation einer Kollision von 2 schwarzen Löchern und die davon ausgehenden Gravitationswellen
(Bild: Universität Jena)

Dem Sonderforschungsbereich Transregio 7 (SFB/TR7) gehören Wissenschaftler der Universitäten in Jena, Tübingen, Hannover, Potsdam sowie Garching an. In 17 Teilprojekten arbeiten insgesamt rund 80 Physiker, Astronomen und Mathematiker, die in den kommenden vier Jahren weiter Jagd auf die Gravitationswellen machen werden, da sie weiter finanziell unterstützt werden.

Ziel des SFB/TR7 ist es, Gravitationswellen direkt zu messen und sie theoretisch und experimentell zu erforschen. Gravitationswellen sind Schwingungen von Raum und Zeit, die von gewaltigen kosmischen Ereignissen ausgelöst werden. Bereits 1916 von Albert Einstein in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) vorausgesagt, lassen sie sich bis heute aber nur indirekt nachweisen, etwa als Energieverluste von Objekten, die Gravitationswellen abstrahlen.

Bisher ist es noch nicht gelungen Gravitationswellen direkt zu messen. Dies liegt vor allem an der sehr geringen Intensität der Schwingungen. Für die nächste Generation der zur Suche eingesetzten Detektoren haben die Wissenschaftler des SFB/TR7 neuartige optische Komponenten in bisher unerreichter Qualität entwickelt. Es ist in den zurückliegenden ersten beiden Förderperioden des SFB/TR7 bereits gelungen, die Bewegung zweier schwarzer Löcher umeinander in ihrer dynamischsten Phase mit hoher Genauigkeit zu berechnen.

Auch an amerikanischen Detektoren wird die neue, besonders ausgefeilte Lasertechnik installiert, die u.a. am deutsch-britischen Gravitationswellendetektor GEO600 in Ruthe bei Hannover im Rahmen des SFB/TR7 entwickelt wurde.

Ab 2015 werden diese Detektoren so empfindlich sein, dass der Nachweis dann innerhalb weniger Jahre gelingen müsste.

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