Shuttle Endeavour erneut startbereit

Nach den erfolgreichen Reparaturen, die aufgrund einer defekten Elektronikbox nötig waren, ist die Endeavour nun bereit für den Start. Morgen Mittag um 14:56 Uhr MESZ soll es losgehen, der Countdown dafür läuft bereits seit Freitag.

Ein Beitrag von Simon Plasger. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.

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Die Endeavour auf der Startrampe. (Bild: NASA)

Beim ersten Startversuch am 29. April war ein Defekt an einer Elektronikbox (Aft Load Controller Assembly (ALCA)) im Aft Compartement, dem hinteren Teil des Shuttles, aufgetreten. Diese Box ist unter anderem dafür verantwortlich, dass die Treibstoffleitungen der hydraulikdruckerzeugenden APUs (auxiliary power unit) beheizt werden. Daraufhin entschloss sich die NASA, das entsprechende Bauteil auszutauschen, was auch gelang.

Am Freitag um 13:00 Uhr begann der Countdown wieder bei T-43 Stunden. Während des durch mehrere Holds, von denen es im Countdown insgesamt sieben gibt (T-27h, T-19h, T-11h, T-6h, T-3h, T-20min und T-9min), unterbrochenen Vorbereitungslaufes wurden unter anderem die Tanks des Orbiters befüllt und die RSS (Rotating Service Structure) zurückgefahren.

Im Verlauf des morgigen Tages werden die Tanks des externen Treibstoffbehälters mit flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff beladen sowie verschiedene Arbeiten durchgeführt, die die gesamte Kombination in den flugbereiten Zustand versetzt. Für 14:56:28 Uhr MESZ ist das Zünden der Feststoffbooster und das anschließende Abheben geplant.

Während der 16-tägigen Mission sollen zwei neue Elemente zur Internationalen Raumstation ISS gebracht werden, zum einen das AMS (Alpha-Magnet-Spektrometer), welches Strahlen und Materieteilchen aus dem All messen soll, aber auch der ELC 3 (Experiment Logistics Carrier). Auf diesem Träger für Experimente und Ersatzteile fliegen auch einige Bauteile für die Station mit. Neben den sechs US-Amerikanern Mark Kelly (Commander), Gregory Johnson (Pilot), Michael Fincke, Greg Chamitoff und Andrew Feustel (Missionsspezialisten) fliegt auch der Italiener Roberto Vittori (ebenfalls Missionsspezialist) im Shuttle mit.

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