X-37B-Test voraussichtlich ab 20. April

Dass wiederverwendbare Raumtransporter auch nach der Außerdienststellung der Space Shuttles noch eine Zukunft haben können, soll der Testflug einer speziellen Variante der X 37 beweisen.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: SpaceflightNow, Raumcon. Vertont von Peter Rittinger.

US Air Force
X 37B in einer Montagehalle auf der Cape Canaveral Air Force Station
(Bild: US Air Force)

Zu Beginn der Woche wurde das erste raumflugtaugliche Testvehikel zur Luftwaffenstation nach Cape Canaveral gebracht. Der Transport war am Montag unter strenger Geheimhaltung abgelaufen und erst am 25. Februar bekannt geworden.

Die X 37B ist knapp 9 Meter lang, viereinhalb Meter breit und hat eine Masse von etwa 5 t. Damit passt sie komplett unter eine Nutzlastverkleidung der Atlas-V-Trägerrakete. Beim Teststart in den frühen Morgenstunden des 20. April kommt eine Atlas V ohne Feststoffbooster zum Einsatz.

Das Projekt lief seit 1999 bei Boeing unter der Bezeichnung X 40, wurde später zu X 37 und 2004 von der NASA an die DARPA übergeben. Der unbemannte Transporter wird für die US Air Force entwickelt. Er soll schnell einsatzbereit sein, nach einem Einsatz auch zügig auf den nächsten vorbereitet werden können und obendrein zu vergleichsweise großen Bahnänderungen in der Lage sein. Diese betreffen sowohl Flughöhe als auch Bahnneigung.

Die militärische Nutzlast läge bei bis zu 540 kg und soll maximal 270 Tage im All verbleiben können. Allerdings müssen wichtige Systeme, z. B. zur langfristigen Energieversorgung, noch entwickelt werden.

Die Mission des Orbital Test Vehicle 1 (X 37B) besteht in erster Linie darin, zu ergründen, ob eine wiederverwendbare Satellitenplattform, mit wechselnden Nutzlasten realisierber, flexibel einsetzbar, praktisch, risikoarm, zuverlässig und rentabel sein kann.

Raumcon:

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