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Autor: Günther Glatzel / 11. Februar 2013, 22:48 Uhr

Progress-M 18M gestartet und gleich angekoppelt

Wieder einmal im Express-Tempo wurden Start, Anflug und Kopplung eines unbemannten Frachtraumschiffes absolviert.

Quelle: Roskosmos, NASA-TV, Raumcon
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NASA-TV

Progress-M 18M befindet sich mit etwa 2,5 t Fracht im Endanflug auf die ISS.
(Bild: NASA-TV)
Das Raumschiff startete gegen 15.42 Uhr MEZ an der Spitze einer Sojus-U-Trägerrakete vom Kosmodrom Baikonur aus ins All. Nach dem Absetzen des Frachtschiffes umrundete dieses die Erde zunächst auf einer Bahn zwischen 191 und 247 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung von 51,65 Grad. Im Verlaufe mehrerer Korrekturmanöver verringerten sich Abstand und Höhenunterschied zur etwa 29 Grad vorausfliegenden Internationalen Raumstation.

Gegen 21 Uhr betrug der Abstand zur Station noch 2 Kilometer und das Raumschiff näherte sich mit reichlich 6 m/s. Nur etwa 35 Minuten später gelang die automatische Kopplung am Modul Pirs. Hier hatte vorgestern der Frachter Progress-M 16M abgelegt und war wenige Stunden später in die dichten Schichten der Erdatmosphäre eingetreten. Dort verglühte er größtenteils, Reste fielen in unbewohnten Gebieten des Pazifik ins Meer.

Der schnelle Anflug von Progress-M 18M war die letzte Probe, bevor das Verfahren ab März bei bemannten Raumschiffen des Typs Sojus angewandt wird. Damit verkürzt sich die Flug- und Wartezeit von bisher 50 Stunden auf etwa 6 Stunden drastisch. Dies dient in erster Linie dem Komfort der Raumfahrer. Das Verfahren wurde möglich, da die Flugbahn der Internationalen Raumstation seit 2012 diesen Manövern besser angepasst werden kann. Insbesondere die Umlaufzeit lässt sich dadurch so regulieren, dass es etwa im Dreitagesabstand jeweils einen Überflug der Station über Kasachstan gibt, bei dem die Bahnebene den Startplatz schneidet, wenn die Station etwa 30 Grad voraus ist. Dies entspricht einem Zwölftel des Erdumfangs.

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