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Autor: Günther Glatzel / 12. Mai 2013, 14:07 Uhr

Mehr Linux im All!

An den vergangenen Tagen wurden mehrere Notebooks auf der Internationalen Raumstation von Microsoft Windows (siehe Newsimage) auf eine Linux-Distribution umgestellt.

Quelle: NASA, Linux Foundation, Raumcon, heise.de
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RN

Desktop von Debian 6
(Bild: RN)
Genauer gesagt, wurden die Rechner des sogenannten Operations-LAN mit einer Installation von Debian 6 versehen. In das Image intergriert waren zudem alle benötigten Applikationen. Die Rechner des OpsLAN werden für Verwaltungsoperationen sowie den persönlichen Kontakt zur Erde z.B. über das Internet und als Assistenten für die Besatzungsmitglieder verwendet. Außerdem können über diese Rechner die Bordkameras gesteuert werden. Missionskritische Anwendungen laufen nicht auf diesen Laptops.

Keith Chuvala, zuständiger leitender Mitarbeiter bei der United Space Alliance (USA), die für verschiedene Operationen im Zusammenhang mit der ISS im Auftrag der NASA verantwortlich ist, schrieb aus Anlass der Umstellung auf der Homepage der Linux Foundation: "Wir migrierten Schlüsselfunktionen von Windows nach Linux, weil wir ein stabiles und zuverlässiges Betriebssystem benötigen, das uns die innere Kontrolle ermöglicht. Wenn wir in Zukunft Fehler beheben, etwas anpassen oder verändern wollen, dann können wir dies nun."

An Bord der Internationalen Raumstation befinden sich Hunderte Rechner, darunter mehr als 140 Laptops. Von diesen sind aber nur etwa 20 im lokalen Ops-LAN vernetzt. Eine Vielzahl von Notebooks dient der Betreuung von Experimenten. Hier können verschiedene Programme ausgewählt, spezielle Parameter eingestellt und Messungen aufgezeichnet werden. Diese werden anschließend oft auf mobile Datenträger kopiert oder per Funk zur Erde übermittelt.

Bereits seit einiger Zeit werden Rechner mit Red Hat Linux und Scientific Linux an Bord der ISS verwendet, die nun nach und nach durch das modernere Debian 6 ersetzt werden können. Ebenso werden noch einige Rechner mit Windows-Betriebssystem genutzt.

Eine der nächsten Aufgaben für Chuvala und sein Team ist die Umstellung der Steuerung von Robonaut 2 auf Linux. Unter Linux kann der Roboter sowohl von den Astronauten an Bord der Station als auch von der Bodenkontrolle aktiviert und bedient werden. Die Linux Foundation bietet den NASA-Mitarbeitern hierfür zwei spezielle Fortbildungskurse mit dem neuen Betriebssystem an.

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