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Autor: Günther Glatzel / 20. November 2010, 16:59 Uhr

Minotaur bringt Satellitenoktett ins All

Eine Rakete des Typs Minotaur 4 hat in der Nacht insgesamt 8 kleinere Satelliten in einen niedrigen Erdorbit gebracht. Diese dienen vor allem der Erprobung neuer Technologien.

Quelle: Raumcon, NASA, Spaceflightnow
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NASA/Ames Research Center

Nanosail D2 im entfalteten Zustand
(Bild: NASA/Ames Research Center)
Der Start erfolgte von Kodiak Island in Alaska aus am 20. November, gegen 2:25 Uhr MEZ, nach Ortszeit war es noch der 19. November. Die Zielbahnen lagen zwischen 641 und 652 Kilometern Höhe bei einer Bahnneigung um 72 Grad. Die Gesamtmasse der 8 Satelliten lag um 400 kg.

Befördert wurden STPSat 2, ein Technologiesatellit des US-Verteidigungsministeriums (180 kg), FASTRAC 1 und 2, zwei Satelliten zur Erprobung von Formationsflügen (je 15 kg), FalconSat 5, ein Technologieerprobungssatellit der US Air Force Academy (Masse nicht angegeben), FASTSat-HSV 01 zur Erprobung neuartiger oder weiterentwickelter Sensoren (140 kg), RAX, ein Kleinsatellit zur Erforschung der Ionosphäre von Studenten der Universität Michigan (3 kg), O/OREOS, ein Technologieerprobungssatellit der Stanford University zur Aufbewahrung und Handhabung biologischer Proben im Weltraum (5 kg) sowie NanoSail D2.

Bei letzterem handelt es sich um einen Nanosatelliten (4 kg), der nach Auslösen einer entsprechende Mechanik in sicherer Entfernung von den anderen Satelliten ein etwa 10 m² großes Segel aufspannt. Dieses wird durch die Teilchen der Hochatmosphäre aufgrund seiner größeren Fläche stärker abgebremst als normale Satelliten. Mit NanoSail D2 will man erproben, ob derartige Satelliten dafür geeignet sind, angeheftet an ausgediente Raumflugkörper und Weltraumschrott, diese deutlich schneller zum Absturz in dichte Schichten der Erdatmosphäre zu bringen. Damit will man der wachsenden Müllproblematik in niedrigen Erdumlaufbahnen zuleibe rücken.

Nach dem Aussetzen aller Satelliten soll eine erstmals eingesetzte fünfte Stufe HAPS gezündet werden. Damit will man dann zwei Masseatrappen in eine höhere Umlaufbahn transportieren. Damit wird eine Möglichkeit überprüft, auch mit kleinen Trägerraketen Minisatelliten bei einem einzigen Start auf unterschiedliche Bahnen zu bringen.

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