Raumfahrer.net im Museum: DTM Berlin
Raumfahrer.net im Museum: DTM Berlin
Raumfahrt-Meldungen
Astronomie-Meldungen
Raumfahrer.net bei

Raumfahrer.net bei Twitter

Nachrichten und Updates vom Portal
Kurzmeldungen
News-Übersicht
News-Archiv
Alle Meldungen
RSS-Newsfeed
InSpace Magazin

Vierzehntäglich aktuelle Berichte und Meldungen via E-Mail

Autor: Klaus Donath / 23. April 2010, 03:03 Uhr

Atlas startet Mini-Shuttle X37-B

Pünktlich um 1:52 Uhr MESZ zündeten die Triebwerke der Atlas 501 und brachten damit die X37-B der AirForce auf Ihre geheime Mission.

Quelle: NASA, ULA
Druckansicht RSS Newsfeed
This text will be replaced

Video: Start Atlas 501 mit X37, Quelle: ULA
US Airforce

Die X37
(Bild: US Airforce)
Kurz nach Brennschluss der Centaur-Oberstufe wurde die Live-Übertragung der ULA (United Launch Alliance) auf Wunsch der Air Force eingestellt. Es bleibt damit ungewiss, ob eventuell noch eine zweite Zündung erfolgt und in welchen Orbit das Mini-Shuttle gebracht wird.

Die X37 ist in der Lage, in ihrer Nutzlastbucht mehrere Objekte mitzuführen und kann durch die Energieversorgung über Solarzellenausleger mehrere Wochen im Einsatz bleiben. Die genaue Nutzlast als auch die geplante Einsatzdauer ist geheim. Als gesichert gilt, dass die X37 größere Treibstoffvorräte mit an Bord hat, um deutliche Veränderungen des Orbits durchführen zu können. Nach Abschluss der Mission wird sie auf der Landebahn der Vandenberg Air Force Station niedergehen und somit wie ein Space Shuttle landen.

Die unbemannte automatische Landung auf einer Landebahn aus dem Orbit heraus ist ein Novum für die USA. Ähnliches hat vor 22 Jahren bisher nur die Buran der damaligen Sowjetunion geschafft, allerdings nur einmalig. Beim Erstflug der X37 sollen offiziell unter anderem Navigations- und Flugleitsysteme geprüft werden sowie der Wiedereintritt und damit das Hitzeschild, welches Ähnlichkeiten mit dem des Space Shuttles der NASA aufweist.

Die militärische Mission bietet auch politisch einigen Zündstoff, bestehen doch Befürchtungen, dass die USA damit einen militärischen Wettlauf im All anzettelt. Sowohl China als auch die USA haben bereits unter Beweis gestellt, dass sie den Abschuss von Satelliten im Orbit beherrschen. Mit der Technik der X37 wären die USA in der Lage, einen Spionagesatellit spontan starten zu können, der nachher auch wiederverwendet werden kann. Zumindest eine Massenvernichtungswaffe an Bord kann ausgeschlossen werden, da es ein Abkommen zwischen den Völkern gibt, welches dieses untersagt.

Die X37 wiegt etwa 5 Tonnen und ist ca. ein Viertel so groß wie das Space Shuttle. Die Spannweite beträgt ungefähr 5 Meter. Es ist nicht das erste Mal, dass die Air Force ein wiederverwendbares Konzept testet. Bereits in den späten 1950er Jahren begann man mit den Planungen von Dyna-Soar, auch als X-20 bekannt. Es war als bemanntes System vorgesehen, um gegen feindliche Satelliten vorzugehen oder sonstige Weltraumwaffen zu beeinträchtigen.

Technische Daten:
  • Crew: keine
  • Länge: 8,38 m
  • Spannweite: 4,6 m
  • Höhe: 2,9 m
  • maximales Startgewicht: 5.000 kg
  • Triebwerk: 1 × Rocketdyne AR2-3, 29,3 kN Schub (6,596 lbf)
  • Maximale Einsatzdauer: 270 Tage
  • Landegeschwindigkeit: 320 km/h
  • Stromversorgung: Solarzellen
  • Aerodynamische Steuerung mittels Servomotoren, keine Hydraulik
Raumcon:
 
Navigation
Anzeige
Anzeige

Light Echo from a Star

Info
Fine Art Print

bestellen

Nach oben Anzeige - Drehbare Himmelskarte © Raumfahrer Net e.V. 2001-2018