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Autor: Günther Glatzel / 25. September 2008, 22:19 Uhr

Dritter chinesischer Raumflug gestartet

Wie wir bereits gemeldet haben, startete heute um 15:10 Uhr MESZ das chinesische Raumschiff Shenzhou 7 mit einer Trägerrakete vom Typ Chang Zheng 2F vom Jiuquan Satellite Launch Center. An Bord befinden sich erstmals drei Taikonauten.

CCTV, Xinhua
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Rakete vom Typ Chang Zheng 2F beim Start. (Bild: Wikipedia)
NASA/Wikipedia, Montage: RN

Illustration eines Shenzhou-Raumschiffs im All. (Bild: NASA/Wikipedia/RN)
Hauptaufgabe ist die Durchführung eines ersten Außenbordaufenthaltes eines der Raumfahrer. Dafür ist Zhai Zhigang vorgesehen, der einen in China entwickelten Raumanzug tragen soll. Als Sicherung fungiert Liu Boming, der in voller Montour in der Ausstiegsschleuse wartet aber nur im Notfall zum Einsatz kommt. Er wird einen russischen Orlan-Raumanzug tragen, der ein autonomes Lebenserhaltungssystem besitzt. Währenddessen wartet der dritte Raumfahrer, Jing Haipeng, in der abgeschotteten Kommandokapsel.

Der Ausstieg und die wenigen Arbeiten, die Zhigang ausführen soll, werden über Kameras an der Außenseite des Raumschiffs gefilmt. Ob auch ein kleiner Satellit zum Einsatz kommt, der die Arbeiten aus einigem Abstand filmen soll und das Raumschiff frei im Raum zeigen könnte, ist nicht ganz sicher.

In Vorbereitung auf den dritten Raumflug aus dem Land der Mitte wurden 220 Änderungen am Raumschiff vorgenommen. Die wichtigsten Modifikationen betreffen das Orbitalmodul, das diesmal als Luftschleuse ausgelegt ist. Wegen des geänderten Zwecks hat man auch auf Solarzellenpaneele an dessen Außenseite verzichtet. Stattdessen besitzt es natürlich eine große Luke. Im Inneren ist außerdem ein Lebenserhaltungssystem untergebracht, das Zhai Zhigang über eine Nabelschnur mit Luft und Energie versorgt.

Für das leibliche Wohl der Taikonauten ist ebenfalls gesorgt. 80 verschiedene Gerichte stehen an Bord zur Verfügung. Die meiste Zeit während des für drei Tage geplanten Fluges werden die Raumfahrer allerdings mit Arbeit zubringen. Der 30- bis 40-minütige Ausstieg wurde von Vertretern der chinesischen Raumfahrt neben Start und Landung als zusätzliches Risiko eingestuft.

Wang Xiang, erfahrener Chefentwickler der China Academy of Space Technology, sagte wenige Stunden nach dem Start im Interview mit dem chinesischen Fernsehen: "Shenzhou 7 ist jetzt im Orbit, die Solarpaneele sind entfaltet und das Energiesystem funktioniert gut. Der Datentransfer vom Schiff zeigt, dass die Primärsysteme wie Navigation, Steuerung, Umweltkontrolle und Lebenserhaltung gut arbeiten. Wir können sagen: alles ist soweit okay, und alles ist im Zeitplan."

Auch beim Datentransfer gibt es eine Neuerung. Erstmals soll der Datenübertragungssatellit Tianlian 1, der im April gestartet wurde, als Relais zwischen Raumschiff und Bodenstation fungieren.

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