And the Shuttle goes to …

Die künftigen Ausstellungsorte der US-amerikanischen Raumfähren sind offiziell bekanntgegeben worden. Nicht überall trifft die Auswahl auf Zustimmung.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Crain’s New York Business, L.A. Now, NASA, Space News.

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Atlantis und ihre Missionen – Illustration
(Bild: NASA/Amy Lombardo)

Die Atlantis soll künftig im Besucherkomplex des Kennedy Space Center in Florida besichtigt werden können. Vorher muss sie noch ihre 33. und letzte Weltraummission fliegen.

Das California Science Center in Los Angeles wird die Endeavour nur wenige Kilometer von der Fabrik, in der die Fähren entwickelt wurden, zeigen können. Zusammen mit dem noch ausstehenden letzten Flug ins All hat die Endeavour 25 Einsätze auf ihrem Konto.

In Virginia wird die Discovery, welche 39 Flüge in den Weltraum absolvierte, zu sehen sein. Das Steven F. Udvar-Hazy Center des Smithsonian’s National Air and Space Museum wird mit ihr seine Sammlung ergänzen können.

Der Prototyp Enterprise schließlich zieht vom Smithsonian’s nach New York City um und soll auf dem Flugzeugträger Intrepid des Intrepid Sea, Air, and Space Museum präsentiert werden. Die Enterprise hatte unter anderem fünf Anflug- und Landetests im Dryden Flight Research Center absolviert, war jedoch nie im Weltraum.

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Endeavour und ihre Missionen – Illustration
(Bild: NASA/Amy Lombardo)
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Discovery und ihre Missionen – Illustration
(Bild: NASA/Amy Lombardo)

In Houston, Texas, wo das Johnson Space Center sich nach dem Abheben um die Abwicklung jeder einzelnen Shuttlemission kümmerte, ist man insbesondere mit der Entscheidung, dass eines der Shuttles nach New York City gebracht werden soll, nicht einverstanden. Gleiches gilt für Ohio, wo sich auf der Luftwaffenbasis Wright Patterson in Dayton das National Museum of the United States Air Force befindet. Die US-amerikanische Luftwaffe hatte erheblichen Einfluss auf den Entwurf der Raumfähren und nutzte diese bei einem Teil der Missionen für eigene Zwecke.

Jahrelang hatte sich das Museum in New York City, unterstützt von den Senatsangehörigen Kirsten Gillibrand und Charles Schumer und durch eine von über 150.000 Personen unterzeichneten Petition, für die Enterprise stark gemacht.

Bildquelle
Die Enterprise im Smithsonian’s
(Bild: NASA/Renee Bouchard)

Diese Bemühungen wurden nun also von Erfolg gekrönt. Jetzt haben die Interessenten die Aufgabe, die Finanzierung des Transports der Enterprise in die Metropole an der Ostküste und die Schaffung eines angemessenen Displays auf der Intrepid sicherzustellen. Man erwartet Kosten in Höhe von rund 40 Millionen US-Dollar.

Offiziellen Verlautbarungen der NASA zufolge erfolgte die Festlegung der Ausstellungsorte vor dem Hintergrund, ein möglichst zahlreiches Publikum erreichen zu können. Die berücksichtigten Einrichtungen haben sich nach Ansicht des NASA-Administrators Charles Bolden einen ausgezeichneten Ruf als Aussteller von Artefakten aus der Raumfahrt erarbeitet, und böten Interessierten aus den USA und dem Ausland die gewünschten problemlosen Besuchsmöglichkeiten.

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