Beagle 2: Lektion gelernt

ESA und BNSC sprachen mit der Unfallkommisson über begangene Fehler und wie man sie bei zukünftigen Missionen verhindern möchte.

Ein Beitrag von Roman Polak. Quelle: ESA.

Am 24. Mai möchte die Europäische Weltraumagentur (ESA) und die British National Space Centre (BNSC) eine Pressekonferenz mit den Medien halten und vortragen, was aus dem Gespräch mit der Unfall Kommission hervorgegangen ist, doch einige Details aus dem Gespräch wurden schon enthüllt.Am 2. Juni startete die Raumsonde Mars Express in Richtung Mars. Mit ihr flog Beagle 2, ein Roboter der die Marsoberfläche erkunden sollte und ein Satellit der im Marsorbit bleiben sollte um die Daten von Beagle 2 weiterzuschicken. Am 25. Dezember sollte Beagle 2 vom Satelliten abgekoppelt werden und zur Marsoberfläche fliegen. Direkt vor der Abstiegsphase riss der Kontakt ab und man hörte nie wieder etwas von Beagle 2. Erst im Februar gab die ESA bekannt, dass es unmöglich sei, wieder Kontakt aufzunehmen.

Beagle 2 (rechts oben) koppelt vom Satelliten ab
(Bild: ESA)

Daraufhin wurde eine Unfallkommisson einberufen, bestehend aus Managern und Experten aus Europa und Mitarbeitern der NASA und des russischen Raumfahrtzentrums. Diese sollte den Grund für das Versagen der Mission herausfinden und Verbesserungsvorschläge machen.Nach dem Abschluss der Arbeiten legte die Kommission ihren Bericht vor. Dieser Bericht enthielt 19 Verbesserungvorschläge für zukünftige Missionen und den Grund für die fehlgeschlagene Mission. Der Grund war relativ schnell und leicht erklärt: Es war ein Missverständis zwischen der Organisation und den Progammierern der Software. Am 24. Mai wird die ESA und BNSC die Verbesserungsvorschläge (die alle angenommen wurden) offiziell vortragen und erklären, was man tun wolle, um ein weiteres Versagen einer Mission zu verhindern. Die ESA versicherte, dass sie aus den Fehlern gelernt habe und so etwas nicht wieder vorkommen werde.

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