Cassini liefert weitere kosmische Meisterstücke

Die Raumsonde Cassini hat während ihres letzten Vorbeifluges am Ringplaneten weitere wunderschöne Bilder einiger Saturnmonde eingefangen.

Ein Beitrag von Eric Honstrass. Quelle: new scientist space. Vertont von Dominik Mayer.

Cassini traf mit ihrer Schwestersonde Huygens nach fast siebenjähriger Reise im Juli 2004 im Saturnsystem ein und durchquerte in einem riskanten Manöver die Ringe. Huygens landete wie geplant am 14. Januar 2005 auf der Titanoberfläche und schickte vom Sinkflug und vom Landeplatz über mehrere Stunden hinweg Bilder, während Cassini weiterhin seine Bahn im Saturnsystem zieht.

NASA/JPL/Space Science Institute
Der winzige Saturnmond Janus vor den Saturnringen mit Titan im Hintergrund.
(Bild: NASA/JPL/Space Science Institute)

Die Schmalwinkelkamera des Orbiters Cassini schoss am 21. März ein überwältigendes Bild des winzigen Mondes Janus vor den Saturnringen mit dem planetengroßen Mond Titan im Hintergrund. Aufgenommen wurde das Bild des unregelmäßig geformten und kraterübersäten Mondes Janus aus einer Entfernung von 724.500 Kilometern. Gegen den 5.150 Kilometer durchmessenden Titan im (fernen) Hintergrund mutet Janus mit seinen 194 Kilometern Durchmesser geradezu zwergenhaft an.

NASA/JPL/Space Science Institute
Mimas zieht friedlich seine Bahn um Saturn, der sich am Bildrand befindet.
(Bild: NASA/JPL/Space Science Institute)

Ein weiteres Bild aus dem selben Datenbündel, das am 22. März weitergeleitet wurde, zeigt den Mond Mimas mit dem Mutterplaneten Saturn im Hintergrund. Mimas hat einen Durchmesser von etwa 418 Kilometern. Das neue, aus einer Entfernung von 190.700 Kilometern aufgenommene Bild, zeigt sehr detailreich die bombardierte Mondoberfläche. Hier können Oberflächenmerkmale ab einem Kilometer Größe bereits erkannt werden.

Nur wenige Tage vor diesen Aufnahmen führte der Orbiter während des dreizehnten Vorbeifluges an Titan ein spezielles Radarexperiment durch. Er sendete Radiowellen aus, die Titans diesige Atmosphäre auf dem Weg von der Sonde zur Erde durchquerten. Aus den daraus gewonnenen Daten erwarten die Wissenschaftler, mehr über die Struktur und die physikalischen Eigenschaften der Atmosphäre zu erfahren. Bereits im Jahre 1980 verwendete die Raumsonde Voyager I eine ähnliche Technik

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