Deep Impact: Kamera unscharf

Die NASA-Raumsonde Deep Impact hat laut NASA-Angaben noch kleine Probleme mit dem Kamerasystem.

Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceFlightNow.

Das größte Teleskop das jemals in den Weltraum gestartet wurde befindet sich an Bord der NASA-Raumsonde Deep Impact. Sie soll die schärfsten Bilder eines Kometen machen, die je gemacht wurden. Damit sollen sogar Bilder vom Kometenkern gemacht werden. Erreicht wird dies, in dem ein Geschoss auf den Kometen Tempel 1 abgefeuert wird, dass am 4. Juli 2005 am Kometen aufschlagen und explodieren wird. Dabei sollen die weggesprengten Teile untersucht werden, als auch das hinterlassene Loch auf der Kometenoberfläche das tief genug sein soll, um bis zum Kern vorsehen zu können.

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Eine künstlerische Darstellung vom Einschlag am Kometen Tempel 1.
(Grafik: NASA)

Vom Traum der schärfsten Bilder die je gemacht wurden ist man leider noch weit entfernt, denn das Kamerasystem der Raumsonde macht sehr unscharfe Bilder. Hinter dem Namen des Systems High Resolution Instrument (HRI) verbirgt sich tatsächlich ein multifunktionales Instrument. Angefangen von einer Kamera im sichtbaren Licht bis hin zu einem Infrarot-Spektrometer um den Krater und den Staub im infraroten Licht zu untersuchen. Am 12. Januar wurde diese 330 Millionen Dollar teure Raumsonde gestartet und bisher befand sie sich in der Konfigurationsphase. Das inkludierte das Aktivieren des HRI und das Austesten des Instrumentes. “Nach Beendigung des Konfigurationsvorganges und Testbildern sind wir zum Ergebnis gekommen, dass die Bilder des HRI nicht die von uns erwartete Qualität erreicht haben”, erklärt die NASA in einer öffentlichen Aussendung am Freitag Abend.

Die NASA hat auch verlautbart, dass spezielle Teams gebildet wurden um diesem Problem schnellstmöglich auf die Spur zu kommen, denn langsam aber doch wird die Zeit knapp. “Die Arbeiter lassen sich aber von diesem Umstand nicht beirren und sehen gespannt und positiv dem Großereignis am 4. Juli mit komplett funktionierendem HRI entgegen”, hieß es bei der NASA weiter.

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