DubaiSat 1 sendete erste Bilder

Der Erdbeobachtungssatellit DubaiSat 1 hat erste Bilddaten zur Erde gesendet, gab das Institut für fortgeschrittene Wissenschaft und Technik der Vereinigten Arabischen Emirate (Eiast) am 9. August 2009 bekannt.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Eiast, ukrinform, roscosmos, Interfax.

DubaiSat 1 war als erster Satellit der Vereinigten Arabischen Emirate am 29. Juli 2009 mit fünf weiteren Satelliten auf einer ehemaligen, fast 25 Jahre alten Interkontinentalrakete, nun Dnepr genannt, vom kasachischen Baikonur aus in den Weltraum gebracht worden. Der wie RazakSAT auf dem Satellitenbus SI-200 der Satrec Initiative aus Südkorea basierende Satellit befindet sich in einer annähernd kreisförmigen Bahn um die Erde, von wo aus erste Bilder bereits die Erde erreichten. Das Apogäum, der erdfernste Punkt der Bahn, liegt bei 688 Kilometern Höhe, das Perigäum, der erdnächste Bahnpunkt, bei 673 Kilometern über der Erdoberfläche.
Der Satellit mit einer Masse von fast 200 Kilogramm ist neben einem Radiometer mit einem Bildaufnahmesystem ausgestattet, das es ermöglicht, im Bereich des sichtbaren Lichtes Bilder in Schwarzweiß mit einer Auflösung von fünf Metern zu erfassen. Außerdem können Bilddaten in einem Multispektralbereich mit vier Kanälen zwischen Blau und nahem Infrarot mit einer Auflösung von zehn Metern gewonnen werden. Der Anteil der Nutzlast an der Gesamtmasse des Satelliten liegt bei 50 Kilogramm.

Die Mission des 49,3 Millionen US-Dollar teuren Satelliten soll mindestens fünf Jahre dauern. Von den vom Satelliten bereitgestellten Daten verspricht man sich Wetterinformationen, Vorhersagemöglichkeiten hinsichtlich zu erwartendem Nebel und von Sandstürmen sowie Aussagen über die Qualität des Wassers im persischen Golf. Außerdem sollen Daten des Satelliten für kartographische Zwecke und Geoinformationssysteme verwendet werden können. Telekommunikations- und Transportwesen sowie die Stadtentwicklung sollen so unterstützt werden. Dubai überfliegt der Satellit vier bis fünf Mal innerhalb eines Tages. Die Bilddaten vom Satelliten werden im X-Band gesendet, wofür an Bord zwei Fünf-Watt-Sender zur Verfügung stehen, die Telemetrie wird im S-Band abgewickelt, dazu besitzt der Satellit zwei Empfänger und zwei Zwei-Watt-Sender.

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