E-ELT schrumpft etwas …

Das zukünftige Teleskop E-ELT (European Extremely Large Telescope) der europäischen Südsternwarte ESO bekommt einen geringfügig kleineren Hauptspiegel als ursprünglich geplant.

Ein Beitrag von Oliver Karger. Quelle: ESO.

Der Grund für die Designänderung des Teleskops, welches sich momentan in der sogenannten detaillierten Designphase befindet, liegt in der Abwägung zwischen wissenschaftlicher Leistungsfähigkeit und einer größtmöglichen Kosteneffizienz. Dies gab die europäische Südsternwarte ESO vergangene Woche bekannt.
Konkret soll der Hauptspiegel von ursprünglich 42 Metern Durchmesser auf 39,3 Meter verkleinert werden. Hierdurch kann die komplexe Konstruktion der Spiegelhalterung strukturell vereinfacht werden. Weiterhin ist es dadurch möglich, den Sekundärspiegel, welcher das gesammelte Licht zu den Diagnostiken führen soll, ebenfalls zu verkleinern.

Diese Maßnahmen senken zwar die maximal erreichbare Auflösung des Teleskops um etwa neun Prozent, im Gegenzug wird das Öffnungsverhältnis jedoch erhöht.

Des Weiteren können die Kosten von bisher knapp 1,3 Milliarden Euro auf momentan 1,05 Milliarden Euro gesenkt werden. Innerhalb dieses Finanzrahmens sind bereits die Entwicklungskosten der Instrumente sowie eine Finzanzreserve für unerwartete technische Probleme enthalten.

Der Baubeginn auf dem Cerro Armazones in Sichtweite zum Cerro Paranal, auf welchem sich das VLT befindet, ist momentan für Januar 2012 vorgesehen. Der Wissenschaftsbetrieb soll Anfang der 2020er augenommen werden.

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