Erste Winteranzeichen auf dem Mars

Der Winter auf dem Mars rückt näher. Dies hat auch Auswirkungen auf die beiden Rover Spirit und Opportunity.

Ein Beitrag von Christian Ibetsberger. Quelle: NASA.

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Im Jahre 2001 konnte Hubble den Mars in einer günstigen Opposition aufnehmen. Die angeschwollenen Polkappen sind hier gut zu erkennen. Besonders auf der südlichen Hemisphäre kann sich das Eis bis zum 60. Breitengrad ausbreiten.
(Foto:NASA/Hubble)

Wie auf der Erde gibt es auch am Mars Jahreszeiten. Am markantesten ist der Marswinter, denn in dieser Jahreszeit schwellen die Polkappen des Mars an und überziehen Teile der südlichen und nördlichen Hemisphäre. Im Marswinter sinkt die Temperatur auf unter -140°C. Bei dieser Temperatur gefriert sogar der Kohlendioxidanteil in den jeweiligen Polarregionen der sich in folge dessen auch durch Niederschlag bemerkbar macht und somit das Anschwellen der Polkappen mitverursacht.

Doch nicht nur optisch macht sich der Winter auf dem Mars bemerkbar. Auch für die zwei NASA-Rover Spirit und Opportunity brechen nun härtere Zeiten an. In der Saison bedingten Übergangszeit in die kältere Jahreszeit sind einige Energiesparmaßnahmen zu treffen, um die weitere Arbeit der zwei Rover zu garantieren.

Das Problem mit dem die NASA-Techniker zu kämpfen haben ist der Verlust von Energie, die Solarzellen und Speichereinheiten können zwar Sonnenenergie bis zu einem gewissen Grad speichern, doch durch die verminderte Sonneneinstrahlung auf dem Mars wird dies immer schwieriger. Darum haben die Wissenschafter den täglichen Arbeitsablauf der Roboter ein wenig abgeändert um mit den Energiereserven sparsam umzugehen.

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Erst vor kurzem konnte Opportunity einen getrübten Sonnenuntergang aufnehmen. Nicht nur durch die Einflüsse des kalten Winters auf die Marsatmosphäre kann sich die Sonne vertrüben. Oft sind es auch Sandstürme die das Erscheinungsbild der Sonne trüben, wie man auf diesem Foto erkennen kann.
(Foto:NASA)

Die Kommunikationsphasen wurden drastisch reduziert. Die Rover werden ab nun nur mehr am Anfang des Marstages Befehle erhalten, die über den ganzen SOL ausgeführt werden. Diese Befehle werden in einem energiesparenden Modus übertragen damit mehr Energie für die Untersuchungen zur Verfügung steht. Nach Beendigung der einzelnen Tätigkeiten der Rover, werden die Ergebnisdaten in einer einzigen Übertragungsphase zur Erde gesendet um diese auszuwerten. Ausserdem werden die Rover zwischen den Untersuchungen auch kleine Pausen einlegen um die Batterien zu schonen und wieder Energie zu gewinnen.

In weitere Folge wird man sehen wie wintertauglich die beiden Rover sind. Doch scheinen die Energieprobleme die einzigen zu sein mit denen die Rover über die Winterzeit zu kämpfen haben werden.

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