Feuriger Start der Endeavour zur ISS

Das Space Shuttle Endeavour startete am Dienstag noch bei Dunkelheit zur ISS, wo es die bisher längste Ausbaumission durchführen wird. An Bord sind neben der siebenköpfigen Crew der Roboterarm Dextre und der erste Teil des japanischen Labors Kibo.

Ein Beitrag von Maria Steinrück. Quelle: NASA/Wikipedia.

NASA/Jerry Cannon, Rusty Backer
Die Endeavour hebt ab.
(Bild: NASA/Jerry Cannon, Rusty Backer)

Um 2:28 Uhr Ortszeit (7:28 MEZ) zündeten am Dienstagmorgen die Triebwerke der Endeavour und erhellten die Nacht. Das Space Shuttle hob von der Startrampe ab und beschleunigte in die Erdumlaufbahn.

Mit dem Start begann die Mission STS-123, während der 2 weitere wichtige Teile zur Internationalen Raumstation (ISS) geliefert werden: das Japanese Experiment Logistics Module-Pressurized Section (ELM-PS) und der kanadische Roboterarm Dextre. ELM-PS ist der erste Teil des japanischen Moduls Kibo. Es ist 3,9 Meter lang, hat einen Durchmesser von 4,4 Metern und wird wie Columbus an Harmony angedockt. Die weiteren Teile von Kibo sollen von STS-124 und STS-127 gebracht werden. Bei Dextre handelt es sich um eine Erweiterung des bisherigen Roboterarms der ISS, Canadarm 2, mit der viel feinere Arbeiten durchgeführt werden können.
In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag (12./13. März) wird die Endeavour an die ISS andocken. In den darauf folgenden Tagen beginnt ein dichtes Arbeitsprogramm, denn es sind fünf Weltraumausstiege (EVAs) geplant. Verläuft dabei alles weitgehend nach Plan, verlässt das Space Shuttle die Raumstation nach zwölf Tagen, um nach zwei weiteren Tagen zu landen. Mit insgesamt 16 Tagen Missionsdauer wäre STS-123 somit die längste Space Shuttle-Mission zur ISS.

NASA/Jerry Cannon, Rusty Backer
Das Space Shuttle auf seinem Weg in die Umlaufbahn.
(Bild: NASA/Jerry Cannon, Rusty Backer)

An Bord der Endeavour sind Kommandant Dominic Gorie, Pilot Gregory H. Johnson sowie die Missionsspezialisten Robert L. Behnken, Michael Foreman, Richard Linnehan, der Japaner Takao Doi und Garrett Reisman, der nach dem Abdocken auf der ISS bleiben wird. Der französische Spationaut Leopold Eyharts wird ebenfalls mit der Endeavour zur Erde zurückkehren.

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