GloNaSS-Satellit gestartet

Heute früh wurde ein weiterer Satellit für das russische globale NavigationsSatellitenSystem (GloNaSS) ins All transportiert.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: Roskosmos, Raumcon, Skyrocket. Vertont von Peter Rittinger.

Träger für das etwa 1,4 t schwere Raumfahrzeug war eine Sojus 2.1b mit Fregat-M-Oberstufe. Zielbahn ist ein möglichst kreisähnlicher Orbit in einer Höhe von 19.100 km bei einer Bahnneigung von 64,8 Grad gegen den Äquator.
Der Start heute erfolgte gegen 7.24 Uhr MESZ vom Komplex 43 des Kosmodroms Plesezk aus. Auf seiner Bahn wird Kosmos 2.485 alias Uragan-M 38 die Erde in 11 Stunden und 15 Minuten einmal umrunden. Die gesamte Satellitenkonstellation ermöglicht den weltweiten Empfang von Navigationssignalen für zivile und militärische Zwecke.

Uragan-M ist die zweite Generation russisch-sowjetischer Navigationssatelliten. Die ersten Satelliten der primären Generation wurden 1982 in Erdumlaufbahnen gebracht. Das komplette System aus 21 aktiven und 3 Reserve-Satelliten wurde 1996 vollendet. In den folgenden Jahren fielen aber immer mehr Satelliten aus, ohne zügig ersetzt zu werden. Seit 2008 wurde die Erneuerung des Systems energisch in Angriff genommen und 2011 die erneute globale Einsatzbereitschaft erreicht.

Nachfolger der Glonass-M-Serie mit einer vorgesehenen Funktionsdauer von 7 Jahren sind Glonass-K-Satelliten, von denen der erste im Februar 2011 in eine Erdumlaufbahn gelangte.

Gegenwärtig befinden sich 29 funktionierende Uragan-Satelliten in den geplanten Orbits. 24 befinden sich im oprationellen Einsatz, 3 dienen als Reservesatelliten, einer ist im Wartungsmodus einer im Flugtest. Dazu gesellt sich nun noch Uragan-M 38.

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