Interstellarer Hurrikan

Fotos von erdgebundenen Teleskopen und von solchen im Erdorbit wurden kombiniert und verglichen. Dabei wurde ein “kosmischer Hurrikan” beobachtet.

Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: SpaceRef.

Der “Hurrikan” ist die rotierende Galaxie 82. Sie dreht sich mit bis zu einer Million Kilometer pro Stunde.
Die Galaxie M82 ist etwa 10 Millionen Lichtjahre von unserer, der Milchstraße, entfernt. Die Galaxie wird auch immer wieder Starburst Galaxy genannt, denn breite Sternenhaufen und junge Sterne befinden sich in ihrem Zentrum. Als zweites Merkmal hat sie riesige Wolken von sehr heißen Gasen. Diese Wolken können ebenfalls bis zu tausend Lichtjahre breit beziehungsweise lang sein und stoßen Staubpartikel in alle Richtungen aus. Bilder des Hubble-Weltraumteleskop und des WIYN-Teleskops in Arizona wurden kombiniert, um beeindruckende Daten beziehungsweise Details zu erfahren. Dabei verwendeten die Astronomen beide Teleskope für Untersuchungen. Das Astronomen-Team hat Teammitglieder von der Universität in Wisconsin und London, die den Superwind im Herzen der Galaxie M82 entdeckt haben.

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Ein fantastisches und wunderschönes Foto der Galaxie M82 (Bild: NASA)

Die Studie und die Bilder zeigen eine intensive Sturmquelle direkt im Zentrum der Galaxie und es expandierte, so dass man innerhalb von wenigen Stunden einen richtigen interstellaren Hurrikan beobachten konnte. Dabei wurden vorwiegend heiße Gase ausgestoßen.

Die Astronomen glauben, dass die großen, langen und heißen Stürme darauf zurückzuführen sind, dass M82 relativ dicht zu ihrer Nachbargalaxie M81 liegt. Ob sie dieselben Merkmale aufweisen, versucht zurzeit ein Team der Universität London herauszufinden. “M82 zeigte große und beeindruckende Stern Formationen, verpackt hinter kleinen Sternenhaufen”, sagt Smith, ein Teammitglied. “Wir glauben, dass viel vom dem Gas noch aus der Vergangenheit übrig geblieben ist und jetzt langsam abgebaut wird.” Besonders fielen die hohen Temperaturen in den Stürmen auf.
Jay Gallagher, ein Teammitglied von der Universität Wisconsin, war über die beobachteten hohen Temperaturen die Hubble und WIYN sehr verblüfft. Nun versucht er, noch tiefer in die Vergangenheit dieser, der Milchstraße ähnelnden, Galaxie zu blicken.
Die Herausforderung neue Galaxien zu entdecken oder bekannte weiter zu erforschen ist für alle Astronomen das große Ziel. Mit Hilfe von Observatorien und Teleskopen, sei es im Erdorbit wie Hubble oder auf der Erde wie WIYN, werden Astronomen in Zukunft noch so manches Rätsel lösen und auf so manches Rätsel stoßen.

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