JIMO-Mission fixiert

Die NASA hat dem Galileo-Nachfolger JIMO (Jupiter Ice Moon Orbiter) nun grünes Licht gegeben. Die Aufträge wurden auf drei Firmen aufgeteilt.

Ein Beitrag von Martin Ollrom. Quelle: NASA.

Dass diese Mission kommt, stand schon im Vorhinein fest, es musste nur noch offiziell bestätigt werden. Nun ist es soweit! Die NASA hat das Design (das ebenfalls schon länger bekannt war) bestätigt und die Aufträge auf drei verschiedene Firmen verteilt.

None
So sah Galileo die Monde. Wie es der JIMO sehen wird bleibt abzuwarten.
(Bild: NASA)

Vom JIMO wird viel erwartet und zusätzlich hat er ein großes Programm abzuspulen. Zunächst wird er das Jupiter-System anfliegen, dort Jupiter, die Monde Callisto, Ganymed, Europa und Io untersuchen und sich dann ausschließlich dem Mond Europa widmen, auf dem sich angeblich ein Ozean unter der eisigen Oberfläche befinden soll. Noch dazu muss er das, was Galileo – die Jupiter-Mission, die über sechs Jahre lang den Gasriesen erforscht hat – geboten hat, ebenfalls bieten. Der Orbiter wird nicht wie sonst üblich einen chemischen Antrieb haben, sondern mit einem nuklearen Antrieb das Jupiter-System anfliegen.

Das hochrangige NASA-Mitglied Craig E. Steidle sagt, dass der Jupiter Ice Moon Orbiter ein Zeichen ist, dass andeutet, wie sehr wir nach einem erdähnlichen Planten beziehungsweise Mond suchen. Auch hier denkt man schon in ferne Zukunft. Denn bei einer Mars-Besiedelung soll das nächste Ziel eventuell der Jupiter-Mond sein, um dann von dort aus weiter zu gelangen. “Ich glaube wir haben eine gute Mischung aus Design und Geräten gefunden”, meint Steidle weiter.

Erst nächstes Jahrzehnt
Kaum zu glauben aber es ist wirklich wahr: Der JIMO soll erst im nächsten Jahrzehnt starten und zum Jupiter aufbrechen. Kaum vorstellbar das jetzt, sechs Jahre vor dem nächsten Jahrzehnt, bereits die Aufträge an Firmen vergeben werden. “Es ist nur ein Richtdatum, das nicht unbedingt zwingend der Starttermin sein muss. Wir können die Mission vorziehen oder auch verschieben”, sagt Steidle.

Auf jeden Fall ist der JIMO jetzt beschlossene Sache, so dass es eigentlich egal sein kann, wann er startet. Auf ihm ruhen große Hoffnungen und Erwartungen, zumal Galileo einiges vorgelegt hat und das schon mit heutiger Technik. Außerdem ist äußerste Vorsicht geboten. Denn wenn JIMO unabsichtlich auf de, Jupiter-Mond Europa abstürzt könnte er ihn mit irdischen Bakterien infizieren und so eine genaue Untersuchung unmöglich machen.

Scroll to Top