Kopplungsadapter an Raumstation umgesetzt

Der Kopplungsadapter PMA 3 wurde am 23. Januar 2010 planmäßig von der Backbordseite des Moduls Unity zum oberen Port auf Harmony umgesetzt.

Ein Beitrag von Günther Glatzel. Quelle: NASA, Raumcon.

NASA-TV
Pressurized Mating Adapter am Haken.
(Bild: NASA-TV)

Dies geschah mit dem Hauptmanipulatorsystem der ISS, dem Canadarm 2. Das Umsetzen begann gegen 10:15 Uhr MEZ und dauerte etwa 2 Stunden und 16 Minuten. Notwendig wurde der Transport, um den linken Kopplungsstutzen an Unity für das Andocken des bei der nächsten Shuttle-Mission ins All gelangenden letzten Verbindungsknotens des US-basierten Teils der Station freizumachen. An diesem Modul namens Tranquility werden letztlich eine mit 7 großen Fenstern bestückte Kuppel (Cupola) und PMA 3 angedockt.

PMA steht für Pressurized Mating Adapter und stellt eine Verbindungseinheit zwischen Komponenten US-amerikanischer und russischer Technik dar. Der Adapter, von dem es insgesamt 3 an der ISS gibt, hat die Form eines schiefen Kegelstumpfes, ist etwa 2 m lang und hat eine Masse von 1,2 t. Am weiteren Ende trägt er einen Common Berthing Mechanism der NASA zur Kopplung mit Stationsmodulen, am anderen einen Kopplungsstutzen des in Russland entwickelten Androgynous Peripheral Attachment Systems. Ein derartiges Kopplungssystem ist auch auf den US-Raumfähren im Einsatz, ein ähnliches für die Nachfolger der US-Raumfähren in Planung.

Mit dem Umdocken von Sojus-TMA 16 am Donnerstag und dem Umsetzen von PMA 3 am Samstag wurden wichtige Voraussetzungen für das Eintreffen der nächsten Raumfahrzeuge geschaffen. Am 3. Februar soll das unbemannte Versorgungsschiff Progress-M 04M starten, am 7. Februar die bemannte Raumfähre Endeavour mit Tranquility und Cupola. Zuvor wird die Bahn der Station mit den Triebwerken am Modul Swesda angehoben.

Raumcon:

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