Mit Schallwellen in den Weltraum

Forscher haben einen neuen Antrieb entwickelt. Dieser erlaubt es, aus Schallwellen Strom zu produzieren. Damit sollen Reisen in das tiefere Weltall ermöglicht werden.

Ein Beitrag von Roman Polak. Quelle: Spaceref.

Wissenschaftler von Los Alamos und “Northrop Grumman Space Technology” haben einen neuen Antrieb für Raumsonden entwickelt. Der neue Thermoelektrische Generator, soll es Raumsonden ermöglichen, tiefer in das Weltall zu fliegen, als jemals zuvor.

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So könnten die neuen Antriebe aussehen. (Grafik:Spaceref)

Thermoelektrische Generatoren sind eigentlich nicht neu, sie wurden im 19. Jahrhundert von Robert Stirling erfunden und sind bei einigen heutigen Raumsonden im Einsatz. Auch das Prinzip ist dasselbe. Der Generator benutzt Wärme, um Storm zu erzeugen, die Wärme bekommt er von seinen radioaktiven Treibstoff. Dieser zerfällt mit der Zeit und erzeugt dadurch Wärme. Der einzige Unterschied besteht im Aussehen der Antriebe und genau das führt dazu, dass die heutigen Generatoren mehr als doppelt so effektiv sind wie die alten. Da es im Weltraum jedoch nicht einfach möglich ist, Schallwellen zu erzeugen bzw. zu empfangen, müssen die Schallwellen “künstlich” hergestellt werden. Dazu wird zuerst Helium durch eine Art Auspuff geschickt, dieser besteht aus 322 Maschendrähten. Dieser Auspuff trägt den Namen “Regenerator”. Der “Regenerator” ist mit der Wärmequelle und einem Kühlkörper verbunden. Durch die stetige Ab- und Zunahme der Temperatur, dehnt sich das Helium aus und zieht sich dann wieder zusammen. Durch diese Bewegung entstehen im dem Heliumgas Schallwellen. Diese treiben den Kolben eines Generators an, der dadurch wiederum Strom erzeugt. Dieser Strom ermöglicht dann die Fortbewegung. Aufgrund der wesentlich höheren Effizienz dieser Antriebe, hat die NASA beschlossen, sie möglichst früh einzusetzen und hat dazu ein Forschungslabor für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung dieser Generatoren gegründet. Schließlich ist das Potential dieser Antriebe noch lange nicht ausgereizt. Mit den neuen Antrieben ist es möglich, 18% der Wärme in Strom umzuwandeln, bei den heutigen Antrieben sind es lediglich 7%.

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