Live Updates zur Artemis 2 Mondumrundung

Auf dieser Seite wurden Live-Updates zur Mondumrundung von Artemis-II veröffentlicht. Alle Zeiten in MESZ.
Eine Wiedergabe eines Statusberichtes der NASA.

Quelle: NASA / Abby Graf, 6. April 2026

Das Raumschiff Orion mit der Artemis-II-Besatzung an Bord während des Mondumfluges am 6. April 2026.
Bildnachweis: NASA

03:35 Uhr, 7. April
Die Besatzung von Artemis II hat die Mondbeobachtungsphase der Mission abgeschlossen und tritt nun die Rückreise an. Heute, Dienstag, dem 7. April, wird Orion gegen 19:25 Uhr in einer Entfernung von 66.099 Kilometer vom Mond den Einflussbereich des Mondes verlassen.

02:35 Uhr, 7. April
Artemis II tritt nun in eine Sonnenfinsternis ein, die etwa eine Stunde dauern wird, während sich Orion, der Mond und die Sonne in einer Linie anordnen. Während dieser Phase wird die Besatzung beobachten, wie die Sonne hinter einem größtenteils verdunkelten Mond verschwindet.
Die Besatzung wird die Gelegenheit nutzen, die Sonnenkorona – die äußerste Atmosphäre der Sonne – zu untersuchen, während sie um den Mondrand herum leuchtet. Außerdem werden sie nach Lichtblitzen von Meteoroiden Ausschau halten, die auf die Oberfläche treffen, was Aufschluss über potenzielle Gefahren auf dem Mond geben könnte.

01:24 Uhr, 7. April
Die Besatzung von Artemis II wurde Zeuge eines Erdaufgangs, als Orion hinter dem Mond hervorkam – kurz bevor das Deep Space Network das Signal des Raumfahrzeugs wiedererfasste und die Kommunikation wiederherstellte.

01:02 Uhr , 7. April
Die Besatzung von Artemis II hat mit 406.788 km die maximale Entfernung der Mission von der Erde erreicht und damit einen neuen Rekord für die bemannte Raumfahrt aufgestellt. Mit diesem Meilenstein befindet sich die Besatzung 6616 km weiter von der Erde entfernt als die Apollo-13-Mission im Jahr 1970.

01:00 Uhr, 7. April
Orion hat seinen sonnennächsten Punkt in einer Entfernung von etwa 6545 km über der Mondoberfläche erreicht. Zu diesem Zeitpunkt bewegt sich das Raumschiff relativ zur Erde mit einer Geschwindigkeit von etwa 97.906 Kilometer pro Stunde, relativ zum Mond jedoch nur mit 5052 Kilometer pro Stunde.

00:44 Uhr, 7. April
Das Raumschiff Orion befindet sich derzeit in einer geplanten Funkstille, während es hinter dem Mond vorbeifliegt. Etwa 40 Minuten lang blockiert die Mondoberfläche die Funksignale von Integrity für das Deep Space Network der NASA auf der Erde, welches den Kontakt mit der Besatzung aufrecht erhält

Auch wenn wir uns darauf vorbereiten, den Funkkontakt abzubrechen, werden wir eure Liebe von der Erde aus weiterhin spüren. Und an euch alle dort unten auf der Erde und rund um die Erde: Wir lieben euch, vom Mond aus. Wir sehen uns auf der anderen Seite.
Victor Glover, Artemis II Pilot

Ähnliche Unterbrechungen traten bereits bei den Missionen Artemis I und Apollo auf und sind bei der Nutzung eines erdgebundenen Kommunikationssystems zu erwarten. Sobald Orion wieder hinter dem Mond hervorkommt, wird das Netzwerk das Signal schnell wieder erfassen und die Kommunikation mit der Missionskontrolle wiederherstellen.

00:41 Uhr, 7. April
Als Orion hinter den Mond flog, wurde die Besatzung Zeuge eines „Earthset“ – des Moments, in dem die Erde hinter dem Mondhorizont verschwand –, was einen weiteren Meilenstein bei der Umrundung des Mondes markierte.
Die Erde wird in etwa 40 Minuten beim „Earthrise“ am gegenüberliegenden Rand des Mondes wieder auftauchen.

22:40 Uhr, 6. April
Der rege Strom wissenschaftlicher Beobachtungen der Besatzung während des Vorbeiflugs wurde im Wissenschaftsauswertungsraum – wo Mondforscher die Beobachtungen in der Missionskontrolle unterstützen – mit einem Lächeln, zustimmendem Nicken und regem Geplauder aufgenommen. Die Besatzung berichtete von Farbnuancen, die dazu beitragen werden, das wissenschaftliche Verständnis des Mondes zu verbessern. Braun- und Blautöne, die mit bloßem Auge erkennbar sind, können Aufschluss über die mineralische Zusammensetzung einer Struktur und deren Alter geben. Sobald die Berichte der Besatzung eingehen, aktualisiert das Wissenschaftsteam den Beobachtungsplan auf der Grundlage seiner Folgefragen und sendet neue Anweisungen an die Besatzung.

20:45 Uhr, 6. April
Die Mondbeobachtungsphase, die voraussichtlich etwa sieben Stunden dauern wird, ist der Zeitraum, in dem sich die Mission nah genug am Mond befindet, um aussagekräftige wissenschaftliche Beobachtungen durchzuführen (6550 km Höhe im Punkt der größten Annäherung), und das Raumfahrzeug so ausgerichtet ist, dass die Fenster auf den Mond gerichtet sind.
Zu Beginn des Zeitfensters, wenn sich Orion der Mondvorderseite nähert – also der Seite, die wir von der Erde aus sehen können –, können Menschen in Teilen der östlichen Hemisphäre einige der gleichen Merkmale sehen, die auch die Astronauten beobachten werden. Dazu gehören der zukünftige CLPS-Landeplatz Reiner Gamma, ein heller, mysteriöser Wirbel, dessen Ursprung Wissenschaftler noch zu ergründen versuchen, und Glushko, ein heller, 43 km breiter Krater, der für die weißen Streifen bekannt ist, die bis zu 800 km weit aus ihm herausragen.

19:56 Uhr, 6. April
Die Artemis-II-Besatzung, bestehend aus den NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie dem Astronauten Jeremy Hansen von der CSA, hat den Rekord für die größte Entfernung von der Erde aufgestellt, die jemals von einer bemannten Mission zurückgelegt wurde, und damit den 1970 aufgestellten Rekord von Apollo 13 in Höhe von 400188 Kilometer übertroffen.

Wenn wir die Entfernung übertreffen, die Menschen jemals von der Erde aus zurückgelegt haben, tun wir dies in Anerkennung der außergewöhnlichen Anstrengungen und Leistungen unserer Vorgänger in der bemannten Weltraumforschung. Wir werden unsere Reise ins All fortsetzen, auch wenn wir uns immer weiter von Mutter Erde entfernen, doch wir kehren stets zu allem zurück, was uns lieb und teuer ist. Vor allem aber nutzen wir diesen Moment, um diese und die nächste Generation herauszufordern, damit dieser Rekord nicht lange Bestand hat.
Jeremy Hansen, Canadian Space Agency (CSA) Astronaut

NASA-Flugleiter Brandon Lloyd, Kapselkommunikatorin Amy Dill und der für Kommando- und Handhabungsdaten zuständige Offizier Brandon Borter haben heute ebenfalls einen heiteren Meilenstein gesetzt, indem sie der Besatzung per E-Mail die vermutlich längste von Mensch zu Mensch gesendete Nachricht in der Geschichte der Menschheit schickten.

Nachdem sie den Rekord für bemannte Raumfahrt gebrochen hatten, nahm sich die Besatzung auch einen Moment Zeit, um vorläufig einige Krater auf dem Mond zu benennen, wobei sie anmerkten, dass sie diese mit bloßem Auge erkennen konnten.

Kurz nach 20 Uhr beschrieb die Besatzung zwei kleine, noch unbenannte Krater auf der stark zerklüfteten Mondoberfläche. In einer Funkmeldung an die Erde schlugen sie vorläufige Namen für diese Krater vor. Unmittelbar nordwestlich des oben hervorgehobenen Orientale-Beckens befindet sich ein Krater, den sie nach ihrem Raumschiff und dieser historischen Mission „Integrity“ nennen möchten. Unmittelbar nordöstlich des Integrity-Kraters, an der Grenze zwischen der Vorder- und Rückseite des Mondes und manchmal von der Erde aus sichtbar, schlug die Besatzung vor, einen unbenannten Krater zu Ehren von Reid Weisman’s verstorbener Frau, Carroll Taylor Wiseman, die am 17. Mai 2020 verstorben ist, „Carroll“ zu nennen. Nach Abschluss dieser Mission werden die Vorschläge für die Kraternamen offiziell bei der Internationalen Astronomischen Union eingereicht, einer Organisation, die die Benennung von Himmelskörpern und deren Oberflächenmerkmalen regelt.
Bildnachweis: NASA

Unmittelbar nordwestlich des oben hervorgehobenen Orientale-Beckens befindet sich ein Krater, den sie nach ihrem Raumschiff und dieser historischen Mission „Integrity“ nennen möchten. Unmittelbar nordöstlich von „Integrity“, an der Grenze zwischen der Vorder- und Rückseite des Mondes und manchmal von der Erde aus sichtbar, schlug die Besatzung den Krater „Carroll“ zu Ehren von Reid Wisemans verstorbener Frau Carroll Taylor Wiseman vor. Nach Abschluss dieser Mission werden die Vorschläge für die Kraternamen offiziell bei der Internationalen Astronomischen Union eingereicht, der Organisation, die die Benennung von Himmelskörpern und deren Oberflächenmerkmalen regelt.

19:30 Uhr, 6. April
Der Mondwissenschaftsbeauftragte der NASA informierte die Besatzung über die wissenschaftlichen Ziele für die bevorstehende Mondbeobachtungsphase.
Das Wissenschaftsteam übermittelte der Besatzung die endgültige Liste mit 30 Zielen auf der Mondoberfläche, darunter das Orientale-Becken, ein fast 965 Kilometer breiter Krater, der sich über die Vorder- und Rückseite des Mondes erstreckt. Dieser 3,8 Milliarden Jahre alte Krater entstand, als ein großes Objekt auf die Mondoberfläche prallte, und weist noch immer deutliche Spuren dieser Kollision auf, darunter eine dramatische Topografie in seinen Ringen. Die Besatzung wird die Merkmale des Orientale-Beckens bei ihrem Vorbeiflug aus nächster Nähe und aus verschiedenen Blickwinkeln untersuchen.
Auch das Hertzsprung-Becken steht auf der Zielliste der Besatzung. Nordwestlich von Orientale liegt dieser fast 644 Kilometer breite Krater auf der Rückseite des Mondes. Als älteres Ringbecken bietet Hertzsprung einen einzigartigen Kontrast zu Orientale, da seine Merkmale durch nachfolgende Einschläge abgetragen wurden. Durch den Vergleich der Topografie der beiden Krater werden die Beobachtungen der Besatzung Wissenschaftlern helfen, Einblicke in die Entwicklung der Mondmerkmale über geologische Zeiträume hinweg zu gewinnen.

19:00 Uhr, 6. April
Die Live-Berichterstattung der NASA über den Mondvorbeiflug von Artemis II läuft derzeit auf NASA+, Amazon Prime, Apple TV, Hulu, Netflix, HBO Max und Roku, zusätzlich zur rund um die Uhr verfügbaren Berichterstattung auf dem YouTube-Kanal der NASA.
Die Berichterstattung umfasst Live-Bilder des Mondes von Kameras, die an den Solarpaneelen von Orion angebracht sind. Die Bild- und Sichtqualität kann während der gesamten Mondbeobachtungsphase aufgrund der Entfernung zur Erde, systemischer Einschränkungen und der Bandbreite im Kommunikationsnetzwerk der NASA variieren.

Hinweis: Das Raumfahrzeug wird von 00:44 bis 01:25 Uhr MESZ in eine geplante Kommunikationsunterbrechung eintreten, während Orion hinter dem Mond vorbeifliegt. Die Kameraaufnahmen des Raumfahrzeugs werden während dieser Zeit nicht verfügbar sein, die Live-Berichterstattung der NASA wird jedoch fortgesetzt.

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