NASA bildet einen Ermittlungsausschuss

DART kollidierte während des Erprobungsflugs mit dem Zielsatellit. Ein Ermittlungsausschuss soll nun feststellen, was schief gelaufen ist.

Ein Beitrag von Matthias Pfeiffer. Quelle: SpaceToday.

Vor knapp einer Woche startete die DART-Mission mit dem Ziel ein vollautomatisches Rendezvous durchzuführen. Dass die Mission nur teilweise erfolgreich war, berichtete Raumfahrer.net am 17. April 2005.

Nun meldet die NASA, dass ein Ermittlungsausschuss die Gründe für das teilweise Versagen von DART untersuchen wird. Zusätzlich haben NASA-Offizielle bestätigt, dass DART während des Tests mit seinem Ziel, dem experimentellen Kommunikationssatelliten MUBLCOM, kollidiert ist.

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DART wird zusammen mit dem Pegasus-Träger montiert
(Bild: Orbital Sciences Corporation)

Nach dem Start mit einer Pegasus Rakete am 15. April, sollte sich DART in seiner 24-stündigen Mission autonom dem Satelliten MUBLCOM bis auf fünf Meter Entfernung nähern. Am nächsten Tag meldete die NASA, dass die Mission vorzeitig beendet wurde, wobei DART noch knapp 100 Meter von seinem Ziel entfernt sei. Als Grund gab man an, dass DART der Treibstoff ausgegangen war. Am Freitag bestätigte dann die NASA, dass beide Satelliten gegeneinander gestoßen sind. Der Zusammenstoß soll stark genug gewesen sein, um den Orbit von MUBLCOM leicht zu verändern, aber keiner der beiden Satelliten hat dabei Schaden genommen.

Durch das Versagen von DART scheidet auch vorerst die Hoffnung auf ein automatisiertes Reparatursystem für das Hubble Teleskop aus. Da mit dem Shuttle aus Sicherheitsgründen zur Zeit keine Mission zur Rettung von Hubble vorgesehen sind, hofften viele auch, dass ein automatischer Roboter diese Aufgabe übernehmen könnte.

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