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Autor: Axel Nantes / 12. Januar 2019, 19:15 Uhr

Russland: Spektr-R alias RadioAstron hat Probleme

Das russische Radio-Weltraumteleskop Spektr-R ist in Schwierigkeiten. Im Augenblick ist es zwar noch in der Lage, wissenschaftliche Daten zur Erde zu senden, auf Kommandos von der Erde scheint es aber nicht mehr zu reagieren.

Quelle: dxnews.com, Lawotschkin, TASS, tech2.org, RN, urdupoint.com
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Roskosmos

Bild vergrößernSpektr-R im All - Illustration
(Bild: Roskosmos)
Sollte Spektr-R nicht mehr kontrolliert werden können, wäre das einerseits ein herber Verlust für die Radioastronomie. Andererseits hat das Raumfahrzeug seine Auslegungsbetriebsdauer bereits deutlich überschritten und viele hervorragende Ergebnisse geliefert.

Spektr-R befindet sich seit seinem Start auf einer Zenit-3F-Rakete mit Fregat-SB-Oberstufe am 18. Juli 2011 im All. Die Auslegungsbetriebsdauer des auf dem russischen Navigator-Bus aufgebauten Raumfahrzeugs betrug fünf Jahre.

Überwacht wird Spektr-R über die Bodenstationen Schtscholkowo nordöstlich von Moskau (IP-14, auch Bear Lakes genannt) und Ussurijsk (NIP 15) nördlich von Wladiwostok, die Steuerung erfolgt durch die Main Operations Control Group (MOCG) beim Raumfahrzeug-Hersteller NPO S. A. Lawotschkin in Chimki.

Am 10. Januar 2019 blieb während einer routinemäßigen Kommunikationssitzung eine vom Raumfahrzeug erwartete Reaktion aus. Über Antennen in Schtscholkowo und Ussurijsk wurden zwischenzeitlich mindestens drei notfallmäßige Verbindungsversuche unternommen, den Spezialisten von Lawotschkin gelang es jedoch nicht, eine Reaktion von Spektr-R auszulösen.

Die russische Nachrichtenagentur TASS spricht in einer Meldung vom 12. Januar 2019 von einem Problem im Servicemodul des Satelliten, das seit dem 10. Januar 2019 verhindere, dass an den Satelliten geschickte Befehle ausgeführt werden.

Tech2.org brachte am 12. Januar 2019 eine Meldung, der zufolge ein Teil der Kommunikationssysteme von Spektr-R funktioniere, ein anderer Teil nicht. Die Quelle zitiert außerdem den Astrophysiker und wissenschaftlichen Leiter von Spektr-R Nikolai Semjonowitsch Kardaschow, der äußerte, ähnliche Fehler seien bereits vorgekommen und es bestehe die Möglichkeit, dass noch einmal alles ins Funktionieren komme.

Sollte sich Spektr-R nicht mehr ansprechen lassen, sei das das Ende für das Projekt, wird Kardaschow auf urdupoint.com zitiert. Dort heißt es auch, am 12. Januar 2019 soll es einen weiteren Versuch geben, den Astronomiesatelliten wieder unter Kontrolle zu bekommen.

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