Öffentliche Vortragsreihe: Im Feuerwerk der Sonne

In der aktuellen öffentlichen Vortragsreihe berichten von Februar bis Mai 2026 sechs Forschende von der stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde.
In den vergangenen eineinhalb Jahren hat sich die Sonne von ihrer temperamentvollen Seite gezeigt: Mehrfach kam es zu so heftigen Eruptionen, dass farbenfrohe Polarlichter sogar über Deutschland am nächtlichen Himmel zu sehen waren. Das diffuse Leuchten ist nicht nur wunderschön, sondern auch eindrucksvolle Erinnerung, dass Eruptionen auf der Sonne direkten Einfluss auf die Erde haben können. Dieser stürmischen Beziehung zwischen Sonne und Erde geht die aktuelle Vortragsreihe „Im Feuerwerk der Sonne“ am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung nach. In sechs Vorträgen berichten Forschende von Februar bis Mai 2026 vom aktiven Wesen unseres Sterns. Sie beschreiben den aktuellen Zustand der Sonne, blicken weit in ihre Vergangenheit, präsentieren Neuigkeiten aus der Polarlichtforschung, erklären die Gefahren von gefährlichem Weltraumwetter für die Erde und berichten von Plänen, Sonnenstürme in Zukunft besser vorhersagen zu können.
Eine Pressemitteilung des Max Planck Instituts für Sonnensystemforschung MPS.
Anmerkung der Raumfahrer.net Redaktion: „Wir übernehmen diese Ankündigung leider nicht zeitgerecht. Der erste Vortrag der Reihe erfolgte bereits, fünf der Vorträge folgen jedoch noch, der Nächste demnächst“.

Quelle: MPS/Aktuelles/Nachrichten/Pressemitteilung/Im Feuerwerk der Sonne, 15. Januar 2026

Öffentliche Vortragsreihe Februar – Mai 2026
Bildquelle: MPS
  • Den Auftakt macht MPS-Direktor Prof. Dr. Sami K. Solanki am 12. Februar 2026. Sein Vortrag „Die eruptive Sonne und ihr Einfluss auf die Erde“ bietet einen einführenden Überblick über die Aktivität der Sonne. Es geht um Eruptionen und Strahlungsausbrüche, den schwankenden Aktivitätszyklus unseres Sterns, ihren aktuellen Zustand und die Frage, was uns der Blick auf ferne Sterne über gewaltige Sonnenausbrüche, so genannte Superflares, lehren kann.
  • Weniger explosiv als Sonneneruptionen, aber ebenso faszinierend ist der Sonnenwind: der stetige, nie ganz abreißende Teilchenstrom von der Sonne, der zum Teil mit Überschallgeschwindigkeiten bis an den Rand des Sonnensystems jagt. Unter dem Titel „Unsichtbar und doch zu messen: Wie der Wind von der Sonne ihre Umgebung prägt“ berichtet Prof. Dr. Hardi Peter am 12. März 2026 vom Einfluss des ständigen Sonnenteilchenbeschusses auf die Erde.
  • Den wohl malerischsten Auswirkungen der Sonnenaktivität, den Polarlichtern, wendet sich Prof. Dr. Yasuhito Narita von der TU-Braunschweig am 2. April 2026 zu. In seinem Vortrag „Polarlichter: Faszination und aktuelle Forschung“ erklärt er, wie die Leuchterscheinungen am Himmel entstehen und welche Erkenntnisse Forschende daraus gewinnen können.
  • Um gefährliche Auswirkungen der Sonnenaktivität geht es am 16. April 2026. In seinem Vortrag „Gefahren von Weltraumwetter für unsere moderne Infrastruktur“ berichtet Dr. Volker Bothmer vom Institut für Astrophysik und Geophysik der Universität Göttingen von den Problemen, zu denen heftige Sonnenstürme auf der Erde führen können.
  • Auf eine Reise in die weite Vergangenheit unseres Sterns entführt Dr. Natalie Krivova vom MPS mit ihrem Vortrag „Wenn die Sonne tobt: Auf den Spuren der stärksten Sonnenstürme des Holozäns“ am 7. Mai 2026. Um zu verstehen, zu welchem Verhalten die Sonne prinzipiell fähig ist, blickt die Forscherin zurück auf die Epoche der Nacheiszeit. Gibt es Hinweise auf starke Sonnenstürme? Wie häufig kamen sie vor? Und wie lassen sie sich nach Jahrhunderten und Jahrtausenden aufspüren?
  • Um Zukunftsmusik geht es im letzten Vortrag der Reihe: Mission Vigil – Weltraumwettervorhersage aus einzigartiger Perspektive. 2031 startet die ESA-Raumsonde Vigil ins All. Aus seitlicher Beobachtungsposition wird der Sonnenspäher eher als erdnahe und erdgebundene Teleskope erkennen können, wenn sich auf der Sonne gefährliches Weltraumwetter zusammenbraut. Eines der wissenschaftlichen Instrumente der Mission entsteht derzeit am MPS. Am 21. Mai 2026 gibt Dr. Johann Hirzberger vom MPS einen Überblick.

Die Vorträge finden jeweils um 19 Uhr im Auditorium des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Reservierung ist nicht erforderlich.

Hinweis zum Parken: Das MPS liegt am Nordcampus der Uni Göttingen und bietet so viele Parkmöglichkeiten. Einige öffentliche Parkplätze finden sich rechts neben dem Haupteingang des Instituts. Weitere Parkplätze gibt es am nahegelegen Friedrich-Hund-Platz zwischen den Fakultäten für Chemie und Physik.

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