Orion Fallschirmtest erfolgreich

Die NASA hat am Mittwoch einen weiteren Fallschirmtest durchgeführt über der Wüste von Arizona in Vorbereitung auf den ersten orbitalen Flug, der für 2014 geplant ist. Orion soll später Astronauten tiefer ins All bringen, als jemals zuvor.

Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA.

Ein Flugzeug vom Typ C-17 warf gestern eine Testversion des Orion-Raumschiffes aus 7.600 Metern Höhe ab. Es ist der zweite Fallschirm-Test gewesen, der eine Kapsel genutzt hat, welche in Form und Größe der finalen Orion-Kapsel entspricht. Die ersten Stabilisierungsfallschirme wurden zwischen 4.500 und 6.000 Metern ausgelöst, gefolgt vom Pilotschirm, der die drei großen Hauptfallschirme aus der Kapsel gezogen hat. Orion glitt dann mit 8 Metern pro Sekunde zu Boden, weit langsamer als die maximal zulässige Landegeschwindigkeit.

Verteilt über das ganze Land arbeiten NASA und Industrie zusammen am fortschrittlichsten Raumschiff, das jemals entwickelt wurde, führen Falltests und Wasserungen durch, entwickeln Software und Computersysteme und bereiten den Weg für künftige Explorationen“, sagt William Gerstenmaier, NASA-Administrator für bemannte Raumfahrt und Leiter der Missionskontrolle am NASA-Hauptquartier in Washington. “Der heutige Fallschirmtest ist eine Erinnerung an den Fortschritt, der bei Orion und seiner ultimativen Mission gemacht wird – die NASA in die Lage zu versetzen, Menschen zu Asteroiden und schließlich zum Mars zu schicken.“.
Die Fallschirme von Orion haben sogenannte Reffleinen. Diese halten die Öffnung der Fallschirme zunächst klein, um die Belastung bei der Abbremsung im Rahmen zu halten. Im Laufe des Falls werden diese Leinen durch pyrotechnische Sprengladungen getrennt und der Fallschirm kann sich zu seiner vollen Größe entfalten. Hauptziel dieses Tests war die Überprüfung im Fehlerfall, dass die Reffleinen zu früh getrennt werden oder reißen. Die Fallschirme müssen sich auch in diesem Fall ordnungsgemäß öffnen. Im nebenstehendem Video sieht man die Auswirkungen vom sofortigen Entfalten.

2014 wird eine unbemannte Orion Kapsel an Bord der Delta IV Heavy vom Cape Canaveral Startgelände in Florida gestartet. Die geplante hoch elliptische Bahn reicht bis 6.000 Kilometer und damit 15 Mal höher als die Bahnhöhe der Internationalen Raumstation. Ziel ist die Simulation eines Wiedereintritts mit hohen Geschwindigkeiten, ähnlich wie sie beim Apollo-Programm bei der Rückkehr vom Mond durchgeführt werden musste. Der erste bemannte Start von Orion ist zur Zeit für 2017 geplant an Bord der neuen Schwerlastrakete SLS. Diese wird im Laufe der stufenweisen Entwicklung schließlich leistungsfähiger werden als die bisher größte gebaute Rakete, die Saturn V. Ein genaues Ziel für die ersten Missionen ist allerdings bis heute nicht formuliert worden.

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