Planetenjagd bekommt großen Auftrieb

Durch Astronomen wurden bereits über hundert extrasolare Planeten entdeckt, doch ein erdähnlicher Planet befindet sich darunter nicht. Dies könnte sich mit der Space Interferometry Mission ändern.

Quelle: NASA.

Vielen Dank an Sven Piper von Extrasolar-Planets.com für die Bereitstellung dieser Meldung.

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Die Jagd nach extrasolaren Planeten könnte mithilfe dieses Weltraumteleskops bald sehr viel besser werden.
(Bild: NASA)

Planeten die andere Sterne umkreisen sind einfach zu dunkel um sie direkt zu beobachten, doch gibt unterschiedliche Methode sie indirekt nachzuweisen. Eine dieser Methode ist das aufspüren von kleinen Gravitationsbedingten „wackeln“ der Sterne, ausgelöst durch einen Planeten der nach dem Gesetz der gegenseitigen Massenanziehung mit seinem Gravitationskräften an dem Stern zieht.
Doch sind die Abweichungen minimal und werden zusätzlich durch die Große Entfernungen erschwert. Um das wackeln eines Sterns, ausgelöst durch einen erdähnlichen Planeten, festzustellen müssten die Messinstrumente unglaublich Empfindsam sein.

Als Beispiel zur Verdeutlichung der Problematik: Wenn ein Astronaut auf dem Mond stehen würde und den kleinen Finger bewegen würde, ist es unmöglich dies von der Erde zu beobachten. Bis jetzt. Denn nach sechs Jahren haben Ingenieure des Jet Propulsion Laboratory der NASA einen Weg gefunden.

Durch subatomare Messungen, die vorerst nur in einer Vakuum versiegelten Kammer mit der Bezeichnung Microarcsecond Metrology Testbed stattfinden, glauben die Ingenieure mit nie erreichter Genauigkeit die Bewegungen eines Sterns verfolgen zu können.

Das Testbett, welches einem kleinen silbernen U-Boot ähnelt ist voll gestopft mit Spiegeln, Lasern, Linsen und anderen optischen Komponenten. Und da kleine Luftbewegungen die Messungen stören könnten, ist die gesamte Luft aus der Kammer herausgepumpt worden.

All das gehört zu einem revolutionären Weltraumteleskop bekannt als Space Interferometry Mission. Der Start dieser Mission ist für das Jahr 2009 geplant und angelegt ist die Mission für 5 Jahre. Ein Ziel dieser Mission ist die erste akkurate „Straßenkarte“ der Milchstraße.

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