Schwerer Schlag für private Raumfahrtfirma

Bei einer Explosion auf dem Mojave-Airport in Kalifornien sind drei Angestellte von Scaled Composites ums Leben gekommen.

Ein Beitrag von Axel Orth. Quelle: Spacedaily.com/Space.com.

KCAL9
Trümmer auf dem Gelände von Scaled Composites.
(Video-Standbild: KCAL9)

Die Explosion ereignete sich am Donnerstag, dem 26. Juli, bei Treibstofftests mit einem Triebwerk. Der Mojave-Flughafen befindet sich etwa 130 Kilometer nördlich von Los Angeles in der kalifornischen Wüste. Bilder eines Fernsehteams zeigten verstreute Trümmer auf dem Gelände.

Ursprünglich waren zwei Tote und vier schwer Verletzte gemeldet worden. Später erlag die dritte Person jedoch ihren Verletzungen.

Die Explosion ging von einem Tank aus, aber die genaue Ursache ist noch unklar. Laut Burt Rutan wurde der getestete Vorgang bereits früher mehrfach durchgeführt und war mittlerweile längst Routine. Die Ermittlungen dauern noch an. Mehrere private Raumfahrtfirmen haben Scaled Composites und den Hinterbliebenen und Angehörigen bereits ihr Mitgefühl bekundet.

Scaled Composites war 2004 mit dem ersten privaten bemannten Flug über die Grenze zwischen Atmosphäre und Weltall bekannt geworden. Die Firma gewann damit den mit 10 Millionen Dollar dotierten X-Prize; das Raumschiff von damals, SpaceShipOne, steht heute im Smithsonian-Museum. Scaled Composites hat seitdem seine Belegschaft auf 250 Angestellte praktisch verdoppelt und entwickelt das SpaceShipTwo, ein Raumschiff-Flugzeug für zwei Piloten und sechs (zahlende) Passagiere. Erste Testflüge sind für nächstes Jahr geplant.
Die Firma Virgin Galactic, die bereits mehrere SpaceShipTwo bestellt hat, hat schon bekannt gegeben, dass das Unglück nichts an der Partnerschaft mit Scaled Composites ändere. Eine Reaktion der Northrop Grumman Corporation, die an Scaled Composites schon mit 40 Prozent beteiligt gewesen war bevor sie Anfang Juli die Firma ganz gekauft hat, steht noch aus.

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