Sternenhimmel im Dezember

Der Dezember ist der zwölfte und letzte Monat des Jahres des gregorianischen Kalenders und hat 31 Tage.

Ein Beitrag von Hans J. Kemm. Quelle: Raumfahrer.net.

Die Wintermilchstraße, die sich im Dezember vom Nordwesten (Sternbild Schwan) über den Zenit bis in den Osten (großer Hund) zeigt, bietet weniger dichte Bereiche unserer Heimatgalaxie, aber dafür sehen wir besonders auffällige und schöne Sternbilder. Ein besonderes Merkmal am Nachthimmel im Dezember ist das Wintersechseck.
Das sind die Sterne Capella, 42,2 Lj., -0,48m (a Aurigae) im Sternbild Fuhrmann; Aldebaran, 68 Lj., +0,85m (a Tauri) im Sternbild Stier; Rigel, 733 Lj., +0,12m (ß Orionis) im Sternbild Orion; Sirius, 8,6 Lj., -1,44m (a Canis Majoris) im Sternbild grosser Hund; Prokyon, 11,2 Lj., +0,38m (a Canis minoris) im Sternbild kleiner Hund; Castor, 50 Lj., -1,58m (a Geminorum) und Pollux, 33,7 Lj., +1,14m (ß Geminorum) im Sternbild Zwillinge.

Zum Beginn des Monats Dezember geht die Sonne um 16:26 Uhr unter, zwischen dem 9. und 15. um 16:23 Uhr und bis zum 31. gegen 16:34 Uhr. Der Sonnenaufgang geht im Verlauf des Dezember von 8:14 Uhr am 1. bis auf 8:39 Uhr zu Sylvester zurück. Am 21. Dezember 2008 um 13.04 Uhr MEZ ist Winteranfang. Für die Meteorologen beginnt er aber schon am 1. Dezember. Volkstümlich wird dies Ereignis auch Sonnenwende genannt. Sie stellt den Zeitpunkt dar, an dem die Sonne im Lauf eines Sonnenjahres den größten nördlichen Abstand vom Himmelsäquator erreicht.

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Wintersechseck
(Bild: Wikipedia)

Der Mond bietet am 1. Dezember diesen Jahres einen seltenen Leckerbissen für die Freunde der Astronomie, denn er bedeckt ab 16:59 Uhr bis 18:23 Uhr die helle Venus, -4,1m. Etwas nördlich davon sehen wir den auffälligen Jupiter, -2,1m. Noch am 2. Dezember kann der Mond nördlich der Planeten Venus und Jupiter gesehen werden. Am 11. zeigt sich der Mond bei Aldebaran und den Plejaden. Am 12. Dezember 2008 ist Vollmond, es ist die längste Vollmondnacht des Jahres. Am 13.12. gegen 17.00 Uhr streift der Mond die Plejaden. Der jetzt abnehmende Mond steht am 14. bei Castor und Pollux im Sternbild Zwillinge und am 19. sehen wir den Erdbegleiter nahe dem Ringplaneten Saturn, +0,9m. Am 25. zeigt er sich in der Morgendämmerung südöstlich und am 27.12. ist Neumond. Am 31. Dezember besucht der jetzt wieder zunehmende Mond unseren Nachbarplaneten Venus, der Abstand beträgt gegen 17.00 Uhr 2,6°.

Der Planet Merkur steigt zum Jahresende über den Südwesthorizont und zeigt sich dann bei Venus und Jupiter am Abendhimmel. Mars bleibt unsichtbar. Jupiter ist noch bis 31.12. zu sehen, aber dann geht er bereits um 18.00 Uhr unter. Saturn zeigt sich noch am Anfang des Dezembers gegen 0.40 Uhr steigt aber dann im Verlaufe des Monats bereits um 22.50 Uhr auf.

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Die Galaxie M33
(Bild: Wikipedia)

Wieder beeindruckend sind die Plejaden (M 45 / Siebengestirn), die Hyaden, ein offener Sternhaufen im Sternbild Stier, das Sternbild Orion und Sirius im Sternbild großer Hund. Aber auch mit einem guten Teleskop lassen sich die Sternhaufen M35, M36, M37 und M38 beobachten sowie die Doppelsterne sigma Ori und zeta Uma. Von den Galaxien kann man bei klarer Sicht M31, M32, M33, M81 und M82 genießen.

Am 12. hat der Meteorstrom der Geminiden sein Maximum mit ZHR = 120 und am 22. ist das Maximum der Ursiden mit ZHR = 10.

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