Verschmelzende Galaxien

Trotz der ungewissen Zukunft des Hubble Space Telescope konnte es wieder faszinierende Bilder zweier verschmelzender Galaxien machen.

Ein Beitrag von Christian Ibetsberger. Quelle: NASA/Hubble.

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Die M64 Galaxie ist an ihrem dunklen Außenring gut zu erkennen. In den Sternenstehungsgebieten umgibt interstellares Gas die rosa- blau- gefärbten Jungsterne. Das Foto konnte mit der Wide Field Planetary Camera 2 kurz (WFPC2) an Bord des Hubble Teleskop aufgenommen werden. Das Team benutze vier verschieden Filter um die einzelnen Farbereiche zusammenzufügen.
(Foto:NASA/Hubble)

Im Universum kommt es nicht selten vor, dass sich zwei Galaxien auf Kollisionskurs befinden und verschmelzen. Meist schluckt eine große Galaxie eine kleine. Bei solchen Kollisionen sind enorme Gravitationskräfte am Werk und meist entstehen dabei kosmisch bizarre Gas- und Staubwolken. Doch auch vom wissenschaftlichen Aspekt sind diese Kollisionen äußerst wichtig um das Universum zu verstehen.

Es handelt sich um die Galaxie Messier 64 (M64) im nördlichen Sternbild Coma Berenices. Sie ist bei Hobby Astronomen sehr beliebt, weil sie auch mit kleinen Teleskopen gut zu sehen ist. Schon im 18.Jahundert wurde sie vom französischen Astronomen Messier katalogisiert und studiert. Sie ist etwa 17 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.
Normalerweise würde man M64 als eine normale Spiralengalaxie bezeichnen, doch in diesem Fall ist die nicht ganz korrekt. Denn normalerweise rotieren sich alle in der Galaxie befindlichen Sterne in die selbe Richtung. Bei M64 aber nicht. 1990 konnte man nach genauen Studien feststellen, dass sich der äußere Spiralring der Galaxie genau in die andere Richtung als der innere Kernteil dreht.

Die blauen heißen Jungsterne weisen auf gewaltige Sternenstehungsgebiete hin die sich durch den Zusammenstoß der beiden Galaxien geformt haben. Vor rund einer Milliarde Jahren soll die Kollision stattgefunden haben, zudem glauben Astronomen das die entgegengesetzte Rotation durch die Verschmelzung entstand. Die genauen Aufnahmen können Wissenschafter nun analysieren um die Vorgänge im Universum besser zu verstehen.

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