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Autor: Günther Glatzel / 20. Oktober 2011, 10:10 Uhr

ViaSat 1 im Orbit

Gestern abend startete der Kommunikationssatellit ViaSat 1 auf einer Proton-M-Trägerrakete und befindet sich nun in einem Geotransferorbit um die Erde.

Quelle: SpaceFlightNow, Skyrocket
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Von dieser Umlaufbahn aus gelangt er mit eigenen Triebwerken in den Geostationären Orbit, knapp 36.000 Kilometer über dem Äquator.

Space Systems/Loral

ViaSat 1 im All - Illustration
(Bild: Space Systems/Loral)
Der Start erfolgte gegen 20:49 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur aus. Nach dem Abwurf der drei Stufen der Trägerrakete übernahm die Oberstufe vom Typ Bris-M den weiteren Aufstieg. Im Verlaufe von 5 Antriebsphasen gelangte ViaSat 1 von seiner Anfangsbahn in etwa 180 Kilometern Höhe und einer Inklination von 51,5 Grad in die gegenwärtig eingenommene Bahn zwischen 2.360 und 35.785 Kilometern bei 30,4 Grad.

ViaSat 1 wurde von Space Systems/Loral (USA/Kanada) entwickelt und gebaut und erreicht mit seinen 72 Abstrahlungsrichtungen etwa 75 Prozent des Kontinentalterritoriums der USA sowie die bevölkerungsreichsten Gebiete von Alaska, Hawaii und Kanada. Zudem kann er über seine Ka-Band-Transponder bis zu 140 Gigabit Daten pro Sekunde aussenden, was ihn zum leistungsfähigsten Kommunikationssatelliten macht. Diese Datenrate ist größer als die aller bisher für den nordamerikanischen Kontinent eingesetzten Satelliten zusammen.

Auch für die Proton hatte dieser Start eine besondere Bedeutung. ViaSat 1 ist mit 6,74 t die bisher schwerste Nutzlast, die mit dieser Kombination aus Trägerrakete und Oberstufe auf einen Geotransferorbit gebracht wurde.

Bei ViaSat 1 kooperiert die ViaSat Incorporation (USA) mit Loral, Telesat und Eutelsat, um die Dienste des Satelliten sicherzustellen und zu vermarkten. So übernimmt Telesat Kanada Telemetrie, Bahnverfolgung sowie Steuerung des Satelliten und stellt seine Position im Geostationären Orbit bei 115 Grad West zur Verfügung. Eutelsat setzt sein weitverzweigtes Netz ein, um die Breitbanddienste von ViaSat für Telekommunikation, Internet-Dienste und Fernsehen zu vermarkten.

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