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Autor: Thomas Weyrauch / 25. Dezember 2010, 21:38 Uhr

Kommunikationsnutzlast von Galaxy 15 schweigt

Seit dem 17. Dezember 2010 sendet die Kommunikationsnutzlast von Galaxy 15 nicht mehr. Die Gefahr, dass der Satellit Ausstrahlungen anderer Erdtrabanten stört, hat sich erheblich verringert.

Quelle: Intelsat
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Orbital Sciences Corporation (OSC)

Galaxy 15 - Illustration
(Bild: Orbital Sciences Corporation (OSC))
Telemetriedaten von Galaxy 15 werden am Boden weiterhin empfangen, und können Signale anderer Raumfahrzeuge, die die gleichen Frequenzen nutzen, weiterhin stören. Anfang April 2010 hatte man die Kontrolle über Galaxy 15 verloren. Mit vom Boden aus nicht abschaltbarer Kommunikationsnutzlast begann der Satellit durch den Geostationären Orbit zu treiben. Bei Vorbeiflügen von Galaxy 15 an anderen Satelliten im Geostationären Orbit, die ebenfalls eine im C-Band arbeitende Kommunikationsnutzlast an Bord haben, drohten Signalstörungen und Unterbrechungen, weshalb teilweise aufwändige Ausweichmanöver von den Satelliten ausgeführt werden mussten, welche Galaxy 15 passierte.

Weil Galaxy 15 Mitte Dezember seine Ausrichtung zur Erde zum ersten Mal verlor, kam es endlich zu der erhofften Abschaltung der Kommunikationsnutzlast. Einige Stunden nach Verlust der korrekten Ausrichtung war die von den Solarzellenauslegern des Satelliten erzeugte elektrische Leistung so weit abgesunken, dass die Kommunikationsnutzlast automatisch deaktiviert wurde. Ihre C- und L-Band-Transponder können jetzt nun noch durch Kommandos vom Boden wieder eingeschaltet werden.

Derzeit ist Galaxy 15 während seiner Erdumläufe teilweise korrekt Richtung Erde ausgerichtet, teilweise nicht. Die Zeiträume der fehlerhaften Orientierung im Raum werden länger. Irgendwann werden auch die grundlegenden Systeme des Satelliten nicht mehr genügend Energie erhalten, und abschalten. Damit dies tatsächlich geschehen kann, ist eine vollständige Entladung der Akkumulatoren an Bord des Satelliten erforderlich. Spezialisten des Satellitenherstellers Orbital Sciences Corporation (OSC) und des Betreibers Intelsat bemühen sich zu bestimmen, wann es letztlich so weit sein könnte.

Da eine Steuereinheit an Bord des Satelliten so ausgelegt ist, dass sie automatisch neu startet, sobald nach einem totalen Stromausfall wieder Energie zur Verfügung steht, hofft man, über diese anschließend Kontakt zum Satelliten aufbauen zu können, um unverzüglich die Notfallsituation berücksichtigende Programmanpassungen einzuspielen. Dass Galaxy 15 wieder in einen nominalen Betriebszustand zu versetzen sei, bezeichnet Intelsat derzeit nur als eine entfernte Möglichkeit.

Die übrigen von OSC für Intelsat gebauten, im All kreisenden Satelliten wurden bereits mit entsprechenden Programmanpassungen ausgestattet, weshalb man nicht davon ausgeht, dass sie auf gleiche Weise wie Galaxy 15 versagen könnten. Satelliten für Intelsat, die sich bei OSC in der Herstellung befinden, werden auf Anweisung von Intelsat hinsichtlich Hard- und Software modifiziert.

Galaxy 15 alias G-15 ist katalogisiert mit der NORAD-Nr. 28.884 bzw. als Objekt 2005-041A.

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