25. Start von Starlink-Satelliten auf Falcon 9

Um 05:44 Uhr deutscher Zeit am 29. April 2021 startete das US-amerikanische Unternehmen SpaceX, 60 weitere Starlink-Satelliten von Startrampe SLC-40 der Cape Canaveral Space Force Station in Florida. Neben dem Start einer Vega durch Arianespace und einer Langer Marsch 5B durch China war es der dritte Start binnen zweier Stunden.

Ein Beitrag von Patrick Schemel. Quelle: FCC, SpaceX.

Angetrieben von 9 Merlin-1D-Triebwerken hebt Falcon 9 mit 60 Starlink-Satelliten an Bord gen Nachthimmel ab.
(Bild: Webcast SpaceX)

Zum Einsatz kam die Erststufe B1060, die zuvor bereits sechs Mal zum Einsatz kam, unter anderem beim Start eines GPS-Satelliten und vier Starlink-Missionen, zuletzt am 24. März 2021.

Nachdem der Start zuletzt aufgrund des verspäteten Eintreffens der Barkasse in der Landezone um einen Tag verschoben werden musste, lief die Startkampagne selbst reibungslos ab. Die Rakete hob pünktlich ab, bei einer Minute und zwölf Sekunden erfolgte das Durchschreiten von Max-Q (des Zeitpunktes, an dem die auf die Rakete wirkende aerodynamischen Belastung am höchsten ist), bei 2:36 Minuten das Abtrennen der zweiten Stufe. Während diese die an Bord befindlichen Satelliten der firmeneigenen Internetkonstellation weiter gen Orbit beschleunigte, richtete sich die Erststufe für eine Landung neu aus und leitete bei etwas über T+6 Minuten zum Abbremsen eine Triebwerkszündung ein. Knapp drei Minuten später landete sie erfolgreich auf der Barkasse „Just Read The Instructions“ im atlantischen Ozean. Rund 65 Minuten nach dem Liftoff setzte die zweite Stufe die sechzig Satelliten nach einer kurzen Wiederzündung des Merlin-Triebwerks in einem Parkorbit ab, von dem aus sie sich nun mittels ihrer elektrischen Triebwerke auf die endgültige Position innerhalb der Konstellation bewegen werden.

Für die Falcon 9 ist es bereits der zwölfte Start in diesem Jahr (der der 113. Insgesamt, inklusive eines suborbitalen Starts), samt und sonders mit bereits zuvor geflogenen Erststufen.

Weitere gute Nachrichten für die Starlink-Konstellation kamen diese Woche von der FCC (Federal Communications Commission), die für die Zuweisung von Funkspektren an in den Vereinigten Staaten operierende Satelliten zuständig ist. Diese genehmigte die beantragten Änderungen der Internetkonstellation, wodurch die Umlaufbahn zahlreicher noch zu startender Satelliten erheblich (von rund 1.000 auf 560 Kilometer) gesenkt werden darf.

Die Benennung der Erststufen
Jede Erststufe der Falcon 9 führt eine Eigenbezeichnung, in diesem Fall B1060. Diese rührt aus der Nummerierung bei der Herstellung. Diese ist bei den letzten zwei Ziffern fortlaufend und beinhaltet auch nie geflogene Testartikel. Die erste Ziffer deutet auf die verbesserte Version der Falcon 9 hin, die ersten Flugexemplare (bei denen die Triebwerke noch rechteckig angeordnet waren) führten hier noch eine 0. Eine zusätzliche, mit Bindestrich angehängte Ziffer gibt die Flugnummer an, bei der hier eingesetzten Stufe (deren siebter Einsatz es war) -7. Daraus ergibt sich die Bezeichnung B1060-7 für den bei diesem Flug eingesetzten Booster.

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