Das Schicksal der Galaxie C153

Die weitentfernte Galaxie C153 dehnt sich aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit. Dabei entstehende, kometenähnliche Gasschweife werden von der Galaxie C153 weggesaugt.

Ein Beitrag von Andreas Tramposch. Quelle: SpaceflightNow.

Das untenstehende Bild zeigt auf dramatische Weise das Schicksal der Galaxie C153. Die Galaxie C153 reist mit einer Geschwindigkeit von 7.2 Millionen Kilometern pro Stunde durch einen weit entfernten Galaxienhaufen. Augrund der hohen Geschwindigkeit dehnt sich die Galaxie immer mehr. Das Gas der Galaxie C153 wird dabei immer mehr vom umgebenden Galaxienhaufen aufgesaugt, bis die Galaxie C153 ihren Existenzkampf schließlich verlieren wird.

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Quelle: NASA

Das linke Bild ist eine Kombination der vier rechts stehenden Aufnahmen. Diese wurden mit Röntgenstrahlen, Funk, sichtbaren Wellenlängen und sichtbarem Grünlicht, welches von Sauerstoffionen emittiert wird, aufgenommen. Lange, kometenähnliche Gasschweife strömen von der Galaxie während deren Reise in den Galaxienhaufen genannt Abell 2125. Die Spannweite der Aufnahmen beträgt eine Million Lichtjahre. Die Aufnahme vom Chandra Röntgen-Teleskop zeigt einen heißen Gasschwanz, der von C153 ausgeht. Die Temperaturen des Gasschwanzes sind mit zehn Millionen Grad Celsius deutlich kühler als das umgebende Gas des Galaxienhaufens, das eine Temperatur von 20 Millionen Grad Celsius hat. Diesen Temperaturunterschied sehen die Wissenschaftler als weiteren Beweis dafür, dass das Gas von der Galaxie aufgrund des mit dem Temperaturunterschied einhergehenden Druckunterschiedes vom Galaxienhaufen aufgesaugt wird. Die Aufnahme vom sichtbaren Grünlicht zeigt einen ähnlichen Gasschwanz, der mit einer Temperatur von nur 10.000 Grad Celsius in den Abell 2125 gezogen wird.

Hubbles Breitband-Aufnahme der sichtbaren Wellenlängen zeigt eine detaillierte Verteilung von Sternen und Staub innerhalb von C153. Diese Aufnahme zeigt eine großräumige Anomalie, die die sternenförmigen Regionen auf eine Seite der Galaxienscheibe konzentriert hat. Die Funkbeobachtung der letzten Aufnahme zeigt Hochenergie-Partikel, wie sie sich durch das Magnetfeld der Galaxie drehen. Einige flüchten senkrechter Richtung zur Galaxienscheibe. Diese Hochenergie-Partikel stammen möglicherweise von einem massereichen Schwarzen Loch.

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