Der Rhein fällt trocken

Der Wasserstand des Rheins, des zweitgrößten Flusses Europas, ist aufgrund steigender Temperaturen und ausbleibender Niederschläge weiter gesunken, so dass viele Schiffe nicht mehr mit voller Kapazität auf dem Wasser fahren können. Die Copernicus Sentinel-2-Mission hat einen Teil des Rheins in der Nähe von Köln aufgenommen, der den großen Unterschied zwischen August 2021 und August 2022 zeigt. Eine Pressemitteilung der European Space Agency (ESA).

Quelle: ESA; 17. August 2022.

Der Rhein, der von den Schweizer Alpen bis zur Nordsee fließt, ist ein wichtiger Schifffahrtsweg für viele Produkte, von Getreide über Chemikalien bis hin zu Kohle. Wenn der Wasserstand sinkt, müssen Frachtschiffe mit reduzierter Ladung fahren, um nicht auf Grund zu laufen.

An der Engstelle Kaub in der Nähe von Frankfurt sank der Wasserstand am Montag auf 32 cm, gegenüber 42 cm in der vergangenen Woche. Schiffe benötigen jedoch rund 1,5 m, um voll beladen fahren zu können, so dass es für größere Schiffe schwierig ist, die Gewässer zu passieren. Frachtschiffe können zwar weiterhin fahren, aber nur mit etwa 25 bis 35 % der Schiffskapazität.

Die Niedrigwasserstände treten früher als üblich ein, wobei die niedrigsten Wasserstände normalerweise im September oder Oktober verzeichnet werden. Die für diese Woche vorhergesagten niedrigeren Temperaturen und Niederschläge könnten dem Rhein jedoch Erleichterung verschaffen.

Das Phänomen, mit dem der Rhein konfrontiert ist, ist in weiten Teilen Europas nach einem ungewöhnlich heißen und trockenen Sommer, der zu Waldbränden und Wasserknappheit führte, üblich.

Die Copernicus Sentinel-2-Satelliten nehmen hochauflösende Bilder auf, die Informationen über die Bedingungen auf der Erde liefern, z. B. über die Pflanzenwelt, den Boden und die Küstenregionen. Die Mission besteht aus zwei Satelliten, die beide mit einem innovativen multispektralen Bildgeber ausgestattet sind – einer Kamera, die optische Bilder über einen Bereich von Wellenlängen jenseits des sichtbaren Lichts aufnimmt. Weitere Informationen über den Satelliten Sentinel-2 finden Sie unter https://www.esa.int/Applications/Observing_the_Earth/Copernicus/Sentinel-2

Die Copernicus-Sentinel-2-Mission hat am 25. August 2021 einen Teil des Rheins in der Nähe von Köln abgebildet.
Der selbe Ausschnitt am 12. August 2022.

Über die Europäische Weltraumorganisation

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) ist das Tor Europas zum Weltraum.

Die ESA ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, die den Auftrag hat, die Entwicklung der europäischen Raumfahrtkapazitäten zu gestalten und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern Europas und der Welt zugute kommen.

Der ESA gehören 22 Mitgliedstaaten an: Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Spanien, Schweden, die Schweiz und das Vereinigte Königreich. Slowenien, Lettland und Litauen sind assoziierte Mitglieder.

Die ESA hat eine formelle Zusammenarbeit mit fünf Mitgliedstaaten der EU aufgenommen. Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an einigen ESA-Programmen teil.

Erfahren Sie mehr über die ESA unter www.esa.int

Durch die Koordinierung der finanziellen und intellektuellen Ressourcen ihrer Mitglieder kann die ESA Programme und Aktivitäten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Sie arbeitet insbesondere mit der EU bei der Umsetzung der Programme Galileo und Copernicus sowie mit Eumetsat bei der Entwicklung von meteorologischen Missionen zusammen.

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