DirecTV 15: Astriums erster Satellit für DirecTV

Der europäische Satellitenhersteller Astrium wurde ausgewählt, den Fernsehsatelliten DirecTV 15 für den Betreiber DirecTV mit Sitz in El Segundo im US-Bundesstaat Kalifornien zu bauen.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Astrium, DirecTV.

Astrium
DirecTV 15 im All – Illustration
(Bild: Astrium)

DirecTV ist Anbieter von Fernsehprogrammen, die über eine Flotte eigener Fernsehsatelliten in Lateinamerika, Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika verbreitet werden. Das in Konkurrenz zu Dish stehende Unternehmen nutzt derzeit von Boeing, Hughes Electronics und Space Systems/Loral (SS/L) konstruierte Raumfahrzeuge, die zwischen 1999 und 2009 gestartet wurden.

Weil derzeit unklar ist, wie lange sich der seit dem 7. Juli 2007 im All befindliche DirecTV 10 noch sinnvoll nutzen lassen wird, verstärkt DirecTV seine Bemühungen, rechtzeitig Ersatz im Weltraum bereitzustellen. Nach einem Ausfall des primären Antriebssystems des bei 102,8 Grad West im Geostationären Orbit positionierten Satelliten im Sommer 2011 kommt ein Reservesystem zum Einsatz. Nach Angaben von DirecTV funktioniert der von Boeing auf Basis der Plattform BSS-702 gebaute Satellit zur Zeit normal.

DirecTV 14, der zur Zeit bei SS/L in Palo Alto im US-Bundesstaat Kalifornien entsteht, soll möglichst bald gestartet werden. Aktuell plant man seinen Start für den Jahresbeginn 2014. DirecTV 15, hofft man beim Betreiber, wird ab Ende 2014 um die Erde kreisen. Laut einer am 13. September 2011 bekannt gewordenen Vereinbarung zwischen DirecTV und Arianespace fliegen beide Satelliten auf Ariane-5-Raketen in den Weltraum.

DirecTV 15 wird von Astrium auf dem Satellitenbus Eurostar E3000 aufgebaut und voraussichtlich eine Startmasse von rund 6,3 Tonnen aufweisen. Ausgerüstet wird er mit 30 Transpondern, die im Ku-Band arbeiten, 24 Transpondern für das Ka-Band sowie 18 Reverse-Band-Transpondern. Mindestens 15 Jahre lang möchte man DirecTV 15 im All betreiben. Am Ende seiner Auslegungsbetriebsdauer sollen die beiden Solarzellenausleger des Satelliten noch 16 Kilowatt elektrische Energie für den Betrieb der Kommunikationsnutzlast bereitstellen können.

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