Discovery erreicht ihre Startplattform

Nach dem Rollover letzte Nacht ist die Discovery sicher an der Startplattform angekommen. Damit beginnen die letzten Vorbereitungen und Tests für die STS-133-Mission, welche am 1. November beginnen soll.

Ein Beitrag von Klaus Donath. Quelle: NASA. Vertont von Peter Rittinger.

NASA
Shuttle Discovery beim Rollout
(Bild: NASA)

Pünktlich zum Sonnenuntergang um 19:23 Uhr Ortszeit setzte sich das Gespann aus Space Shuttle, Multi-Startplattform und Ketten-Crawler in Bewegung um den knapp 6 Kilometer entfernt gelegenen Startplatz 39A anzusteuern. Nach etwa 6 Stunden erreichte die Discovery Ihr Ziel um 07:15 Uhr (MESZ).

Das Transportfahrzeug, welches da zum Einsatz kommt, wiegt stattliche 2.700 Tonnen und hat vier 1.300-PS-Dieselmotoren, die man im großen Umkreis hören kann. Zudem kann die darauf befindliche Plattform gekippt werden, damit das Shuttle auf der Rampe zur Startplattform stets waagerecht bleibt. Zahlreiche Mitarbeiter und Ihre Familien haben sich gute Plätze reserviert, um das Spektakel live mitzuerleben.

In den nächsten Stunden und Tagen werden alle Anschlüsse der Startplattform mit dem Shuttle verbunden. Dazu zählen sowohl elektrische Verbindungen als auch Treibstoffzugänge. Noch den ganzen Dienstag wird das Shuttle frei stehen, um den Arbeitern einen guten Ausblick zu ermöglichen. Am Mittwoch wird sich dann die bewegliche Service-Struktur (RCC) um das Shuttle schwingen, um es vor Wind und Wetter zu schützen und den Zugang zu vielen Bereichen der Discovery zu erleichtern bzw. überhaupt erst möglich zu machen.

Die letzte Shuttle-Mission der Discovery wird vom erfahrenen Kommandanten Steve Lindsey geführt werden und im Rahmen von STS 133 das umgebaute Logistikmodul Leonardo zur Internationalen Raumstation ISS bringen, wo es als weiterer Stau- und Arbeitsraum angedockt bleiben soll. Dafür wurde das Modul mit einem neuen Mikrometeoriten-Schutz ausgestattet, da es ursprünglich nur für kurze Transfer-Flüge mit dem Shuttle konstruiert wurde. Dabei wurde es jeweils mit dem gleichen Shuttle hoch und wieder runter gebracht. Zusätzlich bringt der Orbiter noch einige externe Ersatzteile auf einer Plattform mit nach oben, dabei auch ein Kühlradiator für die ISS.

Am 19. Oktober findet das Flight Readiness Review statt, bei dem der genaue Starttermin festgelegt wird. Bisher geht man vom Start des dreitägigen Countdowns am 29. Oktober aus, was, wenn keine Probleme auftauchen, zu einem Start am 1. November um 22:40 Uhr MEZ führt. Die auf 11 Tage angesetzte Mission wäre dann mit der Landung am 12. November beendet.

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