Früher als vermutet: Galaxienhaufen

Bei dem Versuch in die ferne Vergangenheit des Universums zu blicken, gelang es einem internationalen Forschungsteam Bilder von zwei gewaltigen Galaxienhaufen zu erfassen.

Ein Beitrag von Christian Ibetsberger. Quelle: NASA.

Mit Hilfe des ACS (The Advanced Camera for Surveys), die an Bord des Hubble Teleskop stationiert ist, gelang es den Forschern den bisher am weitesten entfernten Galaxiehaufen, den das Teleskop je anvisiert hat zu untersuchen.

None
Zeit- und Entfernungsunterschied der Galxiehaufen.
(Quelle: NASA/Hubble)

Bisher wurde angenommen, dass Galaxien sich erst sehr spät nach dem Urknall begannen zu formieren, doch nun ergab die Untersuchung und Auswertung der Bilder das Gegenteil. Die Aufnahmen zeigen den massiven- RDCS-1252.9-2927 und den Protogalaxienhaufen TN J1338-1942. RDCS-1252.9-2927 ist der massivste Galaxienhaufen seiner Epoche und ist massiver als 300 Trillionen Sonnenmassen, im Gegensatz zu TN J1338-1942.

Er ist der bisher am weitesten entfernte untersuchte Galaxienhaufen und weist eher weniger Sterne auf. Grund dafür ist der Altersunterschied. Während TN J1338-1942 1,5 Milliarden Jahre nach dem Urknall entstand, formte sich RDCS-1252.9-2927 erst 3,5 Milliarden Jahre danach. Die Wissenschaftler versuchen nun, sich ein klareres Bild des kosmischen Aufbaues zu verschaffen. Ziel ist es, die einzelnen Zeit- und Entstehungsstufen der Galaxien zu begreifen. Die Bilder der Kamera ACS sind so scharf, dass es sogar möglich war, die einzelnen Sternentstehungsgebiete und somit auch das Alter der einzelnen Galaxien zu bestimmen.

Nach oben scrollen