Gemeinsame Erklärung zur ISS

Die Leitungen der Raumfahrtagenturen von Europa, Japan, Kanada, Russland und den Vereinigten Staaten trafen sich am Kennedy Space Center um das weitere Vorgehen beim Aufbau und Betrieb der Internationalen Raumstation zu besprechen.

Ein Beitrag von Florian Stremmel. Quelle: NASA. Vertont von Guido Schumann.

Dabei bestätigten sie einen geänderten Ablauf des Aufbaus und sprachen über den jeweiligen Status der Arbeiten der Partner zu zukünftigen ISS-Operationen sowie über den Stand der Entwicklungs-Aktivitäten für noch zu befördernde und zu installierende Hardware. Die Agenturen bekannten sich noch einmal dazu, ihren gegenseitigen Verpflichtungen nachzukommen. Ab 2009 also sollen sich permanent sechs Crew-Mitglieder auf der Station aufhalten, eine angebrachte Anzahl an Shuttle-Flügen wird demnach den Zusammenbau bis zum Ende des Jahrzehnts abschließen.

NASA
Die Internationale Raumstation.
(Bild: NASA)

Die Partner bestätigten außerdem ihre Pläne, eine Kombination von Transportsystemen aus Europa, Japan, Russland und den USA zu verwenden, um den Aufbau der ISS zu vollenden und die volle Nutzung der besonderen Forschungs-Möglichkeiten an Bord der Raumstation über ihre Nutzungsdauer hinweg zu garantieren.

Ein großes Lob ging bei dieser Gelegenheit an die Astronauten und das Bodenpersonal für deren exzellente Arbeit und Kreativität bezüglich der vollen Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen zum Betrieb der ISS, zur Vorbereitung der Aufbau-Missionen und zur Verwirklichung von Forschungsprojekten. Der ununterbrochene Strom an russischen Raumfahrtzeugen, die ausgezeichnete Leistung des Canadarm 2, der erfolgreiche letzte Shuttle-Flug und das Engagement aller involvierten Ingenieure, Forscher sowie des Betriebspersonals, zeigten die Stärke und die Bedeutung der internationalen Kooperation im Erdorbit.

Die nächste Shuttle-Mission (STS-121) ist für Mai 2006 geplant. Die Discovery wird dabei Vorräte und Fracht für den darauffolgenden Ausbau der Station liefern und außerdem neue Ausstattung und Sicherheitsabläufe testen. Ab August diesen Jahres könnte sich dann bereits die Atlantis mit der Mission STS-115 dem Fortschritt der Bauarbeiten widmen. Sie soll ein zweites Anschluss-Segment (ITS P3/P4) sowie neue Solarzellenflächen und Batterien zur ISS befördern.

Bild: NASA/KSC
Tank kam per Seeweg zum KSC .
(Bild: NASA/KSC)

Derweil ist der für die Discovery bestimmte Außentank am Kennedy Space Center eingetroffen und zum Vehicle Assemby Building (VAB) transportiert worden; er wurde abermals modifiziert, um das Risiko von sich beim Start lösenden Teilen zu reduzieren. Ob die Änderungen zu einem sichereren Start beitragen werden, soll noch in Windkanal-Simulationen überprüft werden. Die gewonnenen Daten werden helfen, die Durchführbarkeit der zweiten Return-to-Flight-Mission im Mai festzustellen.

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