Golden Spike braucht Geld

Das Unternehmen Golden Spike hat per Crowdfunding begonnen, über eine Internetplattform Geld einzusammeln. Das Unternehmen möchte auf diesem Weg 240.000 Dollar einnehmen. Ein symbolischer Wert: Die Entfernung Erde-Mond beträgt 240.000 Meilen.

Ein Beitrag von Hans Lammersen. Quelle: space.com, indiegogo.com.

Golden Spike
Illustration eines Mond Landers nach den Planungen von Golden Spike
(Bild: Golden Spike)

Für den, der dabei sein möchte: Die Spendenraten reichen von 10 bis 50.000 Dollar. Dafür bekommt man auch viele wirklich unverzichtbare Dinge als Gegenleistung: diverse Geschenke, die Möglichkeit, potenzielle lunare Landeplätze per Abstimmung auszusuchen, man kann sich einen Namen für die Testmissionen überlegen usw. Für eine Spende von 50.000 Dollar schließlich („Exploration Angel“) wird man eingeladen, als VIP am ersten Start einer Mission von Golden Spike teilzunehmen. Na bitte!

Die Kampagne soll 10 Wochen dauern. Allerdings ist sich die Firma darüber im Klaren, dass der gewünschte Gesamtbetrag nur einen symbolischen Wert hat. Laut Alan Stern, Präsident und CEO von Golden Spike, gehe es mehr darum, die Menschen für die Idee von Golden Spike zu interessieren.

Golden Spike will bis 2020 Menschen, die es verdient haben, zum Mond bringen. Dabei zielt diese Dienstleistung auf Privatpersonen, Unternehmen oder nationale Raumfahrtbehörden ab, die eine Passage zu unserem Nachbarn haben möchten. Da nun 240.000 Dollar nicht ganz ausreichen um eine Mondmission zu starten, stellt man sich in der Unternehmensleitung vor, dass auch der Flug selber noch etwas kosten soll: 750 Millionen Dollar soll für jede Person bezahlt werden, die auf den Trip geht. Darüber hinaus will man Geld über den Verkauf von Medienrechten oder von mitgebrachtem Mondgestein einnehmen. Außerdem will man Frachtraum zur Verfügung stellen für Dinge, die von der Erde mitgenommen werden zum Mond. Gespart werden soll dagegen an anderer Stelle: Auf die Entwicklung vollständig neuer Raumfahrzeuge will Golden Spike verzichten und stattdessen auf zur Verfügung stehendes Material zurück greifen.

Pro Transport zum Mond sind vier Starts vorgesehen, um Transportschiffe und Lander sowie die eigentliche Crew jeweils getrennt in den Erdorbit zu bringen. Ergänzt werden soll das Ganze durch mehrere Andockmanöver im Erd- und Mondorbit. Vor kurzem erst wurde Northrop Grumman damit beauftragt, verschiedene Konzepte für Mondlander zu erstellen, damit daraus dasjenige ausgewählt werden kann, welches am erschwinglichsten und funktionalsten ist.

Zum Crowdfunding von GoldenSpike:

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