Großer Schaden durch Frances

Das Kennedy Space Center in Cape Canaveral hat sehr unter dem Wirbelsturm Frances gelitten. Die Wiederaufnahme des Shuttle-Programms könnte sich dadurch verzögern.

Ein Beitrag von Julian Schlund. Quelle: u.a. rundschau-online.

Die US-Raumfahrtbehörde hatte schon geahnt, dass auch der NASA-Weltraumbahnhof in Cape Canaveral nicht von Frances verschont bleiben würde.

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Das Bild zeigt das Kennedy Space Center in Cape Canaveral (Florida) Bild: NASA

Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet: Erst letzten Freitag, kurz vor dem Eintreffen des Hurrikans wurde das Kennedy Space Center zum ersten Mal seit dessen Bestehens vollständig evakuiert, so dass es keiner der rund 1400 Mitarbeiter mehr betreten durfte.

Laut NASA hat Frances die schlimmsten Schäden in der Geschichte des Raumfahrtzentrums der US-Weltraumbehörde in Cape Canaveral (Florida) angerichtet. Jim Kennedy, der Direktor des Zentrums, befürchtet nun, dass das Ausmaß des Schadens sogar den Neustart des Space-Shuttle-Programms im kommenden Frühjahr gefährden könnte.

Der Sturm habe rund 1000 Aluminiumplatten von den Außenwänden der 157 Meter hohen Shuttle-Montagehalle abgerissen und auf zwei Seiten riesige Löcher von insgesamt 3600 Quadratmetern hinterlassen, so heißt es in einer Mitteilung der NASA-Zentrale. Ein Shuttle befand sich zu dem Zeitpunkt nicht in dem Gebäude. Gravierender sei jedoch, dass Frances das Dach von einem weiteren Gebäude abgedeckt und dort einen großen Wasserschaden angerichtet habe, berichtet Kennedy.

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Ziemlich demoliert wurde diese Mercury-Redstone-Rakete im Kennedy Space Center .

Die entstandenen Kosten wollte dieser vorerst nicht beziffern. Diese würden aber auf jeden Fall weit über den 700000 Euro liegen, die erst vor drei Wochen vom Hurrikan

Charley verursacht wurden.

Trotzdem zeigte sich Jim Kennedy erleichtert darüber, dass Frances das Raumfahrtzentrum nicht direkt getroffen habe. Besorgniserregend eher die Prognosen der Meteorologen: Ivan, ein neuer Hurrikan soll im Laufe der Woche die Dominikanische Republik, Haiti und Kuba erreichen. Von dort aus könnte er auch bis nach Florida ziehen. Das Notfall-Team befürchtet, dass die notwendigen Reparaturen am Kennedy Space Center nicht rechtzeitig bis zu Ivans Ankunft beendet sein könnten.

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