KA-SAT auf Proton-M gestartet

Am 26. Dezember 2010 hob pünktlich um 22:51 Uhr MEZ eine Proton-M-Rakete vom Startplatz 200/39 im kasachischen Baikonur ab, um den Kommunikationssatelliten KA-SAT für Eutelsat aus Paris in den Weltraum zu befördern.

Ein Beitrag von Thomas Weyrauch. Quelle: Chrunitschew, EADS, Eutelsat, ILS, Roscosmos.

Roscosmos
Proton-M mit KA-SAT kurz nach der Zündung
(Bild: Roskosmos)

Der Start der von International Launch Services vermarkteten Rakete erfolgte um 03:51 Uhr Ortszeit am 27. Dezember. Der von Chrunitschew in Russland gebaute Proton-Träger verwendete drei Raketenstufen, um die Orbitaleinheit, bestehend aus der Oberstufe Bris-M und der Nutzlast, auf den Weg zu bringen. Nach etwas über neun Minuten und zweiundvierzig Sekunden Flugzeit wurde die Orbitaleinheit von der dritten Stufe der Proton abgetrennt. Eine erste Zündung der ebenfalls von Chrunitschew konstruierten Bris-M-Oberstufe brachte die Orbitaleinheit in einen Parkorbit. Nach weiteren vier Brennphasen wurde KA-SAT schließlich am 27. Dezember 2010 nach rund neun Stunden und zwölf Minuten Flugdauer in einem Geotransferorbit ausgesetzt. Das vorgesehene Perigäum lag bei 3.713 Kilometern und das Apogäum bei 35.786 Kilometern über der Erde. Die Inklination des anvisierten Orbits betrug 24,6 Grad. Das Eutelsat-Kontrollzentrum in Rambouillet rund 50 km südwestlich von Paris steht in Kontakt mit dem Satelliten. Bereits empfangene Telemetriedaten bestätigen, dass die Solarzellenausleger des Satelliten bereits wie geplant teilweise entfaltet wurden.

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