Kaguya legt richtig los

Die japanische Mondsonde SELENE / Kaguya ist in den regulären Arbeitsbetrieb übergegangen. Damit steht der bislang genausten Untersuchung des Mondes nichts mehr im Wege.

Ein Beitrag von Karl Urban. Quelle: JAXA.

NASA / JAXA
Vergleich der hochauflösenden HiRes-Kamera an Bord der NASA-Sonde Clementine mit der Terrain Camera Kaguya s.
(Bild: NASA / JAXA)

Die Sonde Kaguya, die als Zweitnamen den der japanischen Mondprinzessin SELENE trägt, ist in den Arbeitsmodus übergegangen. Bis zum 21. Dezember hatte die japanische Raumfahrtbehörde JAXA die 13 Instrumente ausgiebig getestet.
Am 14. September 2007 war Kaguya an Bord einer japanischen HII-A-Rakete gestartet (Raumfahrer.net berichtete). Eine publikumswirksame Neuheit an Bord der Sonde ist eine HDTV-Kamera, die bereits einen Monat nach dem Start erste hochaufgelöste Videos von Erde und Mond übermittelte.
Jedoch musste die JAXA bereits erste Probleme einräumen. So seien zwei Instrumente nicht in der Lage, ihre volle Auflösungsfähigkeit zu erreichen. Dies betrifft das Röntgenspektrometer sowie das Spektrometer für geladene Partikel.

Mit Kaguya beginnt die genauste Erforschung des Erdtrabanten seit dem Apollo-Programm. Die Mission spiegelt dabei das internationale Interesse am Mond wider, der bereits in diesem Jahr Besuch der chinesischen Sonde Change`e-1 erhielt. Weitere Missionen aus Indien, den USA, Europa und Deutschland sind in Planung.

Ein von Kaguya aufgenommenes Video mit dem Erdaufgang über dem Mond finden Sie hier: Erdaufgang

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