Längster Aufenthalt im All

Nach dem Abschied von der Besatzung der Discovery verbrachten der Kommandant der Internationalen Raumstation (ISS), Sergej Krikalew, und sein NASA Kollege John Phillips den größten Teil der Woche damit, einen für die kommende Woche geplanten Weltraumspaziergang vorzubereiten.

Ein Beitrag von Ingo Froeschmann. Quelle: NASA.

Der sechsstündige Außenaufenthalt beginnt am Donnerstag um 20:55 Uhr und wird von NASA TV live übertragen.
Während des Weltraumspaziergangs wird die Besatzung ein russisches Biologieexperiment auswechseln, Strahlungssensoren einsammeln, ein japanisches Materialexperiment entfernen, ein russisches Materialexperiment fotografieren und eine TV Kamera installieren.

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Sergej Krikalew arbeitet am Roboterarm des Destiny Labors. (Quelle: NASA).

Um genau 17:44 Uhr am heutigen Dienstag wird Kikalew den bisherigen Rekord für Langzeitaufenthalte im All brechen. Der bisherige Rekordhalter, Kosmonaut Sergej Avdeyev, verbrachte insgesamt 748 Tage in der Umlaufbahn. Krikalew hat bereits zwei Langzeitaufenthalte auf der alten russischen Station Mir erlebt, flog zwei Mal mit dem amerikanischen Space Shuttle und bereits zwei Mal zur ISS. Er war außerdem der erste Russe, der 1994 in einem Shuttle mit flog. 1998 begleitete er die Raumfähre, die den Aufbau der Internationalen Raumstation begann. Im Jahr 2000 gehörte er dann auch zur ersten Langzeitbesatzung der ISS.

Krikalew und Phillips hatten am Sonntag einen freien Tag. Am Montag entpackten sie notwendige Werkzeuge und bereiteten diese und das Pirs Andockmodul auf den Weltraumspaziergang vor. Während der Woche prüften sie die Orlan Raumanzüge, die sie außerhalb der Station verwenden werden und besprachen den Einsatz mit Experten in den Kontrollzentren in Russland und Houston.

Am Donnerstag fiel das russische System zur Entfernung von Kohlendioxid, Vozdukh, aus. Das System ist eins von mehreren, die die Luft in der Station reinigen. Die Bodenkontrolle in Houston aktivierte derweil ein amerikanisches System. Russische Spezialisten analysieren inzwischen das defekte System.

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