Lockheed Martin mit Bau von JCSat 17 beauftragt

Lockheed Martin Commercial Space Systems (LMCSS) aus Denver in den USA teilte am 3. Februar 2016 mit, dass das Unternehmen vom Kommunikationssatellitenbetreiber SKY Perfect JSAT Corporation (JSAT) aus Japan mit dem Bau von JCSat 17 beauftragt wurde.

Erstellt von Thomas Weyrauch. Quelle: JSAT, LMCSS.

A2100-Satellit mit Mobilfunkantennen (Garuda 1)
(Bild: Lockheed Martin)

Für JSAT hatte LMCSS bereits eine Anzahl von Kommunikationssatelliten basierend auf der Plattform A2100 produziert. Dazu zählen JCSat 9, 10, 11, 12 und 13 sowie JCSat 110 und 110R.

Danach erfolgten 2013 und 2014 Bestellungen bei Space Systems/Loral, einem US-amerikanischen Satellitenbauer aus Palo Alto in Kalifornien, der mittlerweile zum kanadischen Informationstechnik- und Raumfahrtkonzern MacDonald, Dettwiler and Associates Ltd. (MDA) gehört.

Den nun bei LMCSS bestellten Satelliten will der Auftragnehmer basierend auf einer modernisierten Variante des Busses A2100 konstruieren. Die Auslegung des Raumfahrzeugs wird laut LMCSS einen über 15 Jahre hinausgehenden Einsatz zulassen.

Die Kommunikationsnutzlast von JCSat 17 erhält eine S-Band-Komponente mit einer entsprechenden Antennenanlage für die Unterstützung von Mobilfunkanwendungen. Die Konfiguration der S-Band-Technik soll sich bei Bedarf programmierungsseitig zeitnah und flexibel anpassen lassen, um beispielsweise im Fall von Katastrophen Datenströme gezielt und sinnvoll beeinflussen zu können.

Außerdem wird JCSat 17 im LMSCC-Werk in Denver im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado mit einer Anzahl von Transpondern für das C-Band und das Ku-Band ausgerüstet werden.

In den Weltraum transportieren möchte man JCSat 17 nach derzeitigem Planungsstand im Jahre 2019.

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