Magnesium in Sternenexplosion

Bei der Erforschung eines explodierenden Sterns konnte das Chandra X-Ray Observatory Spuren von Magnesium in den Überresten der Explosion nachweisen.

Ein Beitrag von Christian Ibetsberger. Quelle: NASA.

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Auf der linken Seite sieht man das gesamte Sternenspektrum von N49B. Im Gegansatz zu der rechten Seite sieht man hier das blaue-violete Spektrum von Magnesium.
(Foto:NASA/Chandra)

Der besagte Stern N49B explodierte in einer Supernova vor etwa 10.000 Jahren. Der Nachweis von Magnesium lässt darauf schließen, dass N49B um ein Vielfaches größer war als unsere Sonne. Normalerweise steht ein Nachweis von Magnesium in einem Stern unweigerlich in Verbindung mit der gleichen Konzentration von Sauerstoff. Doch in diesem Fall überwiegt das Vorkommen von Magnesium.

So rätseln nun die Wissenschafter, wie die hohe Menge an Magnesium zu erklären ist, denn die gewonnenen Daten von Chandra ergeben, dass der Anteil an Sauerstoff normal ist. Wie konnte also so viel Magnesium in die Reste von N49B gelangen? Und wie konnte sich der vorhandene aber doch proportional zum Magnesium geringe Anteil von Sauerstoff so gut verstecken?

Der ausgestoßene Anteil von Magnesium entspricht der Masse unserer Sonne. Unsere Sonne beherbergt gerade einmal 0,1 Prozent Magnesium. Insgesamt besitzt N49B tausend mal mehr Magnesium als die Sonne und alle Planeten in unserem Sonnensystem. Diese Entdeckung lässt Forscher Rückschlüsse auf das Universum ziehen, denn es scheint so als gäbe es im Universum mehr Magnesium als angenommen. Die Wissenschafter werden weiterhin diese Phänomen untersuchen um weitere Informationen zu erlangen.

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