NASA: Auf den Spuren von Cosmos 1

Durch das All zu segeln und keinen Treibstoff, sondern nur Sonneneinstrahlung, zu benötigen wäre ein Traum. Doch wir sind noch Jahre von der Umsetzung entfernt.

Ein Beitrag von Fabian Padrta. Quelle: UniverseToday.

Nicht zuletzt der Fehlschlag der Sonde Cosmos 1 hat gezeigt, dass wir noch weit von der Umsetzung des Sonnensegelantriebes entfernt sind. Obwohl Cosmos 1 nicht einmal die Chance hatte, ihre Segel zu testen, da die Startrakete versagte, glauben viele Wissenschaftler, dass noch viel Arbeit auf die Techniker zukommen wird. Die NASA hat das Potenzial dieser Antriebsart natürlich auch bereits mitbekommen und hat ihren nächsten Schritt zur Verwirklichung eines solchen Antriebes im Juni 2005 gemacht. Sie haben den Sonnensegel, mit einem Durchmesser von 20 Meter in einer geeigneten Einrichtung getestet. Dieser Test war ein absoluter Erfolg, denn der Sonnensegel hat sich erfolgreich entpackt, zu mal er ja gepackt nur etwa eine Größe eines Koffers besitzt.

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Der Sonnensegel der NASA, der im Juni 2005 erfolgreich alle Tests bestanden hat (Bild: NASA)

Die NASA spricht von einem Meilenstein in der Entwicklung von Sonnensegel. Um dieses Sonnesegel zu testen, benötigte man die entsprechende Einrichtung. Denn dieses Segel sollte ja unter Weltraumumgebung getestet werden. Deswegen hat man die weltweit größte Halle, in dem künstlich eine Weltraumumgebung erzeugt wird, benutzt um diesen Segel zu testen. Diese Einrichtung ist Teil des NASA Glenn Research Center`s in Ohio. Gemeinsam mit anderen NASA Einrichtungen wie dem Marschall Spaceflight Center wurden diese Tests durchgeführt. Mit den entsprechenden Befehlen hat man dem Segel, dass anfangs nur eine Größe eines Koffers hatte, den Start des Vorganges zur Entfaltung gegeben. Dabei wurde dieser Vorgang nicht nur einmal gemacht sondern unter verschiedensten Bedingungen, insgesamt dauerte die Testreihe 30 Tage.

Sonnensegel verwenden die Sonnenstrahlung der Sonne um sich im Weltraum fortzubewegen. Dabei ist der Stoff eines solchen Segels, der zugleich auch reflektiert, etwa 40 bis 100 Mal dünner als normales Papier. Da Sonnenenergie der zuverlässigste Energielieferant im Sonnensystem ist, ist es egal wo und wielange sich eine Sonde an einem Platz befindet. Dies macht eine Mission besonders flexibel. Bei bisherigen Missionen musste man auf die Treibstoffmenge achten, denn ein Kursmanöver kostete immens viel Treibstoff, sodass man sich vier Mal überlegen muss ob dieses Manöver auch wirklich Sinn macht. Mit Sonnensegel passiert so etwas nicht, da man bei einem Kursmanöver noch genausoviel Sonnenenergie zur Verfügung hat wie vorher. Gemeinsam mit dem JPL hat die NASA im August 2002 ein entsprechendes Forschungsprogramm für Sonnensegel verabschiedet. Das Marschall Spaceflight Center ist nur eines von drei großen NASA Zentren, die sich die Entwicklung von Sonnensegel als Ziel gemacht haben.
Man darf gespannt sein wann die erste NASA Sonde mit diesem neuartigen Antrieb ausgestattet sein wird. Falls sich dieser Antrieb als gut erweißt, dürfte er in Zukunft jede Art von anderem Antrieb, die Treibstoff benötigt und sei er so schnell ist, keine Chance lassen. Denn die Erfahrung zeigt, dass die NASA und andere Weltraumorganisationen ihre Raumsonden länger verwenden wollen, als der Treibstoff reichen würde.

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