Neuer russischer Aufkläungssatellit im All

Stand das russische orbitale Aufklärungs-Programm vor einigen Jahren vor dem finanziellen und technischen Aus, wurde gestern ein neuer, topgeheimer Satellit in den Orbit gehievt.

Ein Beitrag von Felix Korsch. Quelle: Space.com.

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Archivbild eines Starts einer Sojus U . Vom gestrigen Lift-off sind bis dato keine Bilder verfügbar. (Bild: RKA)

Eine russische Trägerrakete des Typs Sojus U brachte gestern einen russischen Militärsatelliten ins All. Der Start erfolgte ohne weitere Probleme gegen 16:20 Uhr MESZ vom Kosmodrom Baikonur in Kasachstan aus. Die Mission war bereits der 35. Weltraumstart im laufenden Jahr und der 1681. Flug einer Sojus-Rakete überhaupt. Insgesamt hoben damit in 2003 schon sieben Sojus-Träger gen Himmel ab. Die Nutzlast, bezeichnet als Kosmos 2399, unterliegt unterdessen der Geheimhaltung. Betrieben wird er vom russischen Verteidigungs-Ministerium und den Weltraumstreitkräften des Landes. Platziert wurde er wahrscheinlich in einem niedrigen Erdorbit, zumindest gab das russische Militär neun Minuten nach dem Lift-off die erfolgreiche Platzierung im vorausberechneten Zielorbit bekannt.
Die amerikanischen Behörden stufen den Satelliten als einen Aufklärer ein, weitere Daten und Hintergründe sind nicht bekannt. Ende August soll ein weiterer geheimer Satellit, diesmal von Plessetzk aus, ins All gebracht werden. Die russische Kosmos-Serie bezeichnet eine der umfangreichsten Satelliten-Programme überhaupt. Schon zu Sowjet-Zeiten wurden Nutzlasten unter diesem Alias ins All gebracht, darunter auch zahlreiche Satelliten mit militärischem Hintergrund.

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