Nuklearantrieb

Wie die NASA Anfang Februar 2002 verkündet hat, soll die Entwicklung nuklearer Antriebe wieder aufgenommen werden, um die extrem langen Flugzeiten bei Missionen ins äußere Sonnensystem zu verkürzen.

Autor: Michael Stein.

Ionentriebwerk wie es bei Deep Space 1 eingesetzt wurde. (Bild: NASA/JPL)

Dabei ist diese Bezeichnung eigentlich nicht korrekt, handelt es sich doch bei der von der NASA diskutierten Variante um eine nukleare Energiequelle, die ein Ionen-Triebwerk versorgen soll.

Dieser beispielsweise an Bord der NASA-Raumsonde Deep Space 1 (DS 1) erprobte Triebwerkstyp erzeugt einen sehr geringen Schub, indem ein ionisiertes, d.h. elektrisch geladenes Gas mit Hilfe eines elektrischen Felds auf sehr hohe Geschwindigkeiten (bei DS 1 ca. 30 km/Sek.) beschleunigt und ausgestoßen wird. Obwohl die Schubleistung von Ionenstrahl-Triebwerken zur Zeit noch extrem gering ist, kann aufgrund der monatelangen Brenndauer dennoch ein erheblicher Geschwindigkeitszuwachs erzielt werden.

Für Missionen in das äußere Sonnensystem jedoch eignet sich dieser Antrieb bisher nicht, da Solarzellen die hierfür erforderliche elektrische Energie aufgrund der großen Distanz zur Sonne nicht liefern können. Genau hier wäre dann eine nukleare Energiequelle von Vorteil, da sie über einen sehr langen Zeitraum Energie für einen solchen Antrieb liefern könnte.

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