ÖWF lud hochkarätige Raumfahrt-Forschungsteams nach Wien ein

— Österreichisches Weltraum Forum als Drehscheibe für High-Tech-Forschung. —

Aus Anlass der Mars-Simulation AMADEE-20, die im Oktober 2021 in Israel stattfand, versammelte das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) Forscher und Forscherinnen aus Europa und Israel beim Science Workshop in Wien, um erste Erkenntnisse zu diskutieren. Die endgültigen Daten werden in den nächsten 12 Monaten der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse sollen zukünftige astronautische Missionen zu Mars und Mond mitvorbereiten. Eine Presseaussendung des Österreichischen Weltraum Forums (ÖWF).

Quelle: ÖWF.

ÖWF Analog-Astronaut mit der AMAZE Drohne während der AMADEE-20 Mars Simulation in Israel. (Bild: ÖWF/Florian Voggeneder)

4. April 2022. Dazu Gernot Grömer, Direktor des Österreichischen Weltraum Forums: „Das Österreichische Weltraum Forum verfügt mit mehr als 800 Stunden simulierter Mars-Außenbordeinsätze im Raumanzug-Simulator über einen in Europa einzigartigen Datensatz. Aktuell haben wir mehrere Projekte der Europäischen Weltraumorganisation ESA laufen, wo die Ergebnisse aus unserer Mars-Simulation in Israel einfließen sollen. So können einige der Resultate auf den Mond übertragen werden. Etwa im Umfeld des ARTEMIS-Programm der NASA mit ESA Beteiligung, wo auch ÖWF-Inputs helfen, Astronauten und Astronautinnen auf der Mondoberfläche zu unterstützen.”

Neben Forschungsergebnissen rund um den Faktor Mensch lag der Fokus beim ÖWF-Science Workshop auch auf Rovern und Drohnen, die ähnlich wie auf dem Mars oder Mond eingesetzt werden und für die Arbeit der Astronauten und Astronautinnen unentbehrlich sind.

Im Rahmen des DLR Experiments RETINA wurde eine neue Methode zur Erkennung von Netzhautschädigung validiert, die aktuell der ESA Astronaut Matthias Maurer an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) testet.

Zu den internationalen Teams aus dem Bereich Robotik und Software gehört auch jenes um Univ. Prof. Stephan Weiss von der Universität Klagenfurt. Er hat eine kamerabasierte, autonome Navigation für Drohnen entwickelt. Diese ist für Einsätze auf dem Mars essenziell, da es dort kein GPS gibt und die Drohnen somit orientierungslos wären. Stephan Weiss und sein Team stehen dabei in enger Abstimmung mit dem Jet Propulsion Laboratory der NASA, das diese autonome Navigation aktuell am Mars testet. So konnte bei der AMADEE-20 Mission erstmals eine Nahbereichserkundung mit der AMAZE Drohne demonstriert werden, eine Fähigkeit, die dem Mars Helikopter Ingenuity noch fehlt.

Olivia Haider, vom ÖWF Vorstand dazu: „Diese Mars Simulation unter österreichische Führung war eine Drehscheibe für die Zusammenarbeit internationaler Forschungsteams.  So nutzen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Lissabon das Roboter-Fahrzeug der TU Graz. Sie konnte zeigen, wie sich mit haptischem Feedback die Effizienz zur Roboter-Steuerung durch Astronauten und Astronautinnen verbessern lässt.”

Weitere Information:
AMADEE-20 Missionsseite
Video: AMAZE Drohne, Universität Klagenfurt

ÜBER DAS ÖSTERREICHISCHE WELTRAUM FORUM
Das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) gehört im Bereich der Analogforschung weltweit zu den führenden Organisationen, die an der Vorbereitung astronautischer Erforschung anderer Planeten mitarbeiten. ExpertInnen verschiedenster Disziplinen bilden innerhalb des ÖWFs die Basis für diese Arbeit. Gemeinsam mit nationalen und internationalen Forschungseinrichtungen, Industrie und Unternehmen unterschiedlicher Branchen wird hier Forschung auf höchstem Niveau betrieben. Dabei nutzt das ÖWF seine ausgezeichneten Kontakte zu Meinungsbildner*innen, Politik und Medien, um österreichische Spitzenforschung und Technologie international voranzutreiben und bekanntzumachen. Das Österreichische Weltraum Forum ist zudem einer der wichtigsten Bildungsträger in Österreich, wenn es um Raumfahrt und darum geht, junge Menschen für Wissenschaft und Technik zu begeistern sowie ihnen einen Zugang zu dieser Branche zu ermöglichen. Neben der Betreuung von universitären Arbeiten bietet das ÖWF auch immer wieder Studierenden und SchülerInnen die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika ihr Wissen zu erweitern. oewf.org

Medienkontakt:

Reinhard Tlustos
Media Officer Stv.
Austrian Space Forum
Tel: +43 699 81304844
reinhard.tlustos@oewf.org

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